Vreemarr, stolze Königin im Eis

Wie Sterne (1.1.1)-Symphonien in blau (BoD-2.Auflage)-C-M1-Internet-0770

Auszug aus (1.1) Symphonien in blau.  Im Wolkenmeer arrangiert, glanzvoll bunt, bezaubernd anmutig und lebendig grün. Umgeben von Nebelschwaden, gleich einem Wattemantel anzusehen, wildstürmischen Luftwirbeleien, kompakter Eismasse und meterhohem, eiskalt angefühltem Schnee. Über einer künstlich erschaffenen Ebene, am Rande gut erkennbare aufgesprengte Bergmassen. Ein munterer Bach nutzt die prachtvolle Weiterentwicklung seiner Umgebung und leitet sich flugs um. Mitten durch – frech dreist, ungestüm, und besitzergreifend – fließt er in weitschwingenden Mäandern für sehr lange Zeit. Bald schon streben ihm andere Gewässer zu. Gemeinsam erwachsen sie zu einem breiten Strom. Seine Förderer taufen ihn lächelnd Llhu, die zugehörige breite Ebene Llhuyanden. Der erste Baustein ihrer künftig so erhabenen Welt. Angefüllt mit uralter Magie und lebendiger Ursprünglichkeit…..— Jaaah!- Natürlich stecken die alten Asen dahinter!- Wer denn auch sonst?!- Wer außer ihnen könnte so verwegen sein, eine gänzlich unberührte Welt mit seinem magischgrünen Daumen auf solch selbstherrlich-drastische Weise zu berühren?!– Damals im Jahre Null unserer Zeitrechnung, als die Alten Götter die Erde betraten, war es Eiszeit. Menschen gab es noch keine, genauso wenig Struktur oder Ordnung, definierte Regeln für Raum und Zeit, Leben oder Tod. Alles war flexibel, wild haltlos durcheinander gewirbelt. Es herrschte Chaos, dazwischen rohe, erbarmungslose Gewalt. Das Recht des Stärkeren, Listenreichen siegte stets, es gab nichts und Niemanden, der sich um Bedürfnisse Schwächerer sorgte. Das Leben schenkte, blühte und gebar fleißig und der Tod nahm es den Lebenden behände wieder weg. Einfach so, sollte man meinen?!- Das Schicksal währenddessen nahm munter seinen Lauf und betrachtete diese Entwicklung als ihr Recht zu bestimmen, was sein soll und/oder kann. Wer sollte sie hindern?-…. Nun, mal eben am Rande bemerkt, diese Sie ist nicht ganz im herkömmlichen Sinne gesehen eine Sie, eigentlich doch mehr ein Es, wie der Artikel besagen will – das Schicksal…. Mutter Erde hat bei ihrer Geburt dominant entschieden, dass Es eine Sie ist. Der Zwilling zur Zeit. Die eine wirkliche Sie stellt und nicht als Hermaphrodit geboren wurde, wie ihre Schwester…. Ist das etwa der Grund für selbige Eigenheiten?- Wer weiß.— Außer den Ursprünglichen und den Elementargewalten gab es natürlich auch Erdgeister und zeitlose Wesen, deren Ursprung man kaum mehr bestimmen könnte, so lange leben sie schon. Und andere dieser Art werden erst noch geboren. Rein durch Macht und Magie wird alles gesteuert was ist, was geschieht, was für morgen denkbar wird und für heute noch gänzlich ausgeschlossen steht….. Der Mensch, wie gesagt, existierte als solcher noch nicht und an Tierbestand gab es, vergleichbar zu später, kaum Nennenswertes zu erwähnen. Nichts von all dem, was uns heute beschäftigt, uns täglich neue graue Haare beschert, war zu jener Zeit vorhanden. Keine Grenzzäune, Wachtürme, keine Hoheitsgebiete und Herrschaftsansprüche, kein Geld. Einzig beherrscht von Mutter Natur erstrahlte die Erde unschuldig und gänzlich unberührt von Kunstfertigkeit und Kultur. Für ein Volk wie die Alten Asen ein idealer Ort, ihn als neue Heimat Asgard für sich zu definieren – und damit zur Sache zu erklären – und im gleichen Atemzug fest zu annektieren. Er, beziehungsweise ab dato Es, wirkte wenig attraktiv oder gar einladend von außen gesehen und damit die Gefahr nicht übergroß, an dieser Stelle von irgendwem per Zufall bemerkt zu werden. Irgendwo am Rande und ebenso mittendrin, unscheinbar in graue Nebelmasse eingehüllt. Die Milchstraße, gleichermaßen, ein weitläufiges Terrain. Seitens der Asen seit jeher verschmäht, geradezu für uninteressant befunden. Sie lieben es das Sagen zu haben, den großen Boss zu spielen. Aber keine Chance an dieser Stelle von außen her irgendwas zu bestimmen. Ist einfach nichts zu erkennen!- Da müsste man schonmal für runtersteigen. Direkt Vorort nachschauen, worum es sich dreht…..— Auch Götter sind bisweilen etwas faul, träge und selbstgefällig gestimmt. Lieben es mehr den einfachen, üblichen Pfad zu wandeln, als den beschwerlichen. Somit wird die Erde – halt nein(!), jetzt heißt es Asgard(!)- von ihnen beflissentlich übersehen und großzügig sich selbst überlassen….— Wobei das die Anwesenheit von einigen Zeitlosen erklären könnte – von wo sie ursprünglich kamen?!— Die Asen an Bord unserer Maschine suchten jedenfalls im Jahre Null-Asgijahr – so die eigenwillige Bezeichnung ihrer ab da fleißig dokumentierten und archivierten Zeit – einen günstigen Unterschlupf für sich und ihre Begleiter. Alle genau wie sie Zeresstämmige. Ein großes Heer ihrer bärbeißigsten Krieger führten sie mit, das neu benannte Volk der Hævoqs, zudem ausreichend Bauern und Viehzüchter für ihre künftige Ernte. Ihre Vorräte würden nicht wirklich lange vorhalten, auch wenn sie, die sich selbst betitelnden Alten Götter, auch sehr gut eine Zeitlang ohne feste Nahrung auskommen konnten. Geschätzt für vielleicht 3-5 Jahre sollte es vorhalten und bis dahin würden sie dieses Fleckchen Eis und Schnee entsprechend ihrer Fähigkeit heimelig gestalten. Lange benötigen ihre neu betitelten Kemopes – ihre Sachverständigen – niemals, das, was natürlich möglich ist und wo etwas nachgearbeitet werden muss, zu definieren. Für einen Zeres überhaupt kein Problem….. Wer sich ihrer Flucht außerdem in großer Menge anschloss waren die Tephériee. Ein gar wildes Völkchen, schon rein vom äußeren Erscheinungsbild. Wobei ihr Aussehen wohl das wildeste an ihnen ist. Sie selbst, näher betrachtet, erscheinen einem häufig wie treuherzige Teddybären, die nur die Flucht ergreifen, sobald irgendwer versucht ihnen Regeln aufzubürden. Sie sind nochmals versierter darin aus Nichts Etwas zu erschaffen, das ihnen überleben möglich macht. Auch sie sind karg in ihren Ansprüchen, dazu rastlos und unwahrscheinlich neugierig…. Sie strömen schon bald in alle Winde aus, die neue Heimat zu erkunden. Während das Herrschaftsvolk selbst, ab jetzt als Vakuda bekannt, es vorzieht ihre Kultur und Kraft zu manifestieren (in Stein zu meißeln, wird man es in späteren Tagen nennen). Um damit für sich sicherzustellen, dass man sie nicht versehentlich für Wilde hält. Was den Tephériee dagegen nur Recht wäre. Diese für wahr lammfrommen Teddybären im gruftig-wilden Außenbild nennen Vakuda gerne Steifbeine, überalterte Götter, die ihren Heiligenschein nicht mehr auffinden können und deshalb Gesetze erlassen müssen, um nicht am Ende noch wie Gewöhnliche dazustehen. Und weiteres Ironischkritisches dieser Art. Man lächelte somit mehr über sie, als dass man vor ihnen zittert. Aber Respekt zollt man ihnen ohne Zweifel. Anderes würde nicht akzeptiert.

©xento-falkenbourg (xfwerk) – Jugendliche ab 16 / Erwachsene, je Teilband ca. 240-300 Seiten
Buch und eBook – Books on Demand Norderstedt (BoD.de), AmazonThalia uvm.
PDF (downloadlink), Buchlayout (2seitig)/Medienlayout (1seitig) über
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Kontakt: xento@falkenbourg.de  (xfwerk, fürth)

Wie Sterne in der Nacht Huhn1
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4 Kommentare

  1. das gesamte Kapitel ist richtig gut aufgebaut. der Einstieg in die alte magische Welt, die Erklärung ob welcher Begrifflichkeiten, die es da so gab
    die Zusammenhänge, die Eiszeit im Hintergrund, wohl organisiert einsortiert
    ja, lieber Xento! so schätzen wir dich!
    aber Werbung musst du noch viel mehr machen und auch lernen schneller auf Kommentare zu reagieren. Das dauert manchmal echt lange
    bis man sich selbst sehen kann…….. damit könntest du den ein oder anderen verärgern
    nur so als gut gemeinter Tipp

  2. ja, da kriege ich auf jeden Fall das große Kribbeln und überlege gleichmal wie schnell ich nach da rüberfahren könnte?
    ist von mir nicht wirklich weit, aber so direkt vorbeifließen tut der llhu dann auch wieder nicht
    schade! scheint ein wirklich netter Fluß zu sein!

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