Unendlich angefühlte Jahre

Wie Sterne (1.1.1)-Symphonien in blau (BoD-2.Auflage)-C-M1-Internet-0770

Auszug aus (1.1) Symphonien in blau. In der Zwischenzeit ist in der Russenburg wirklich jeder entspannt und bester Dinge. Nur Marek sucht noch immer beharrlich und unbeirrt nach seinem guten alten Freund. Als sich Lew einfach nicht finden lässt, fängt er an Zusammenhänge logisch zu verknüpfen…. Himmel!– Seine Familie könnte ihn hier aufgespürt haben!– Als er verschwand, vor nunmehr 7 Jahren, starben zeitgleich die letzten Romanows. Angeblich von Häschern der Regierung getötet. Falls seine Familie dahinter stieg, dass seine Rückkunft, sein Wiederauffinden im Osten, rein zufällig zu der Zeit geschah, als der wiederauferstandene Prinz Bamberg erreichte??- Himmel nochmal!- Lew zu entführen, ihm etwas anzutun, wäre eine typische wölfische Pratze, die ihm ins Gesicht geschlagen wird. Der Fehdehandschuh, der ihn zum Duell herausfordert. Nach dem Motto mit ihm fangen wir dann schonmal genüsslich an…– Lew als der erste, den es trifft und damit beginnt ein Abschlachten der Welt Sergeijs. Die Welt, die ihm soviel bedeutet. Dass er um ihretwillen seine Familie betrügt. Sein eigen Fleisch und Blut.— Sergeijs Welt wird Stück für Stück zertreten, zerquetscht. Auseinandergerissen, bis er sich ihnen demütigst stellt und bereit ist, sich ein weiteres Mal zu fügen. Zu beugen, zu unterwerfen.– Diesmal würde er sicher nicht überleben…. Lange dauerte es, bis er endlich rausschlupfen kann. 4 unendlich angefühlte Jahre lang. Eine grausam unerträgliche Zeit. Durch das berühmte Nadelöhr unbemerkt durchzuschlüpfen, zu entkommen. Endlich wieder da zu sein, wo sein Herz lauter, heller, lebendiger schlägt und er wieder einen tieferen Sinn in den Dingen erkennt…. Als er 1965 die Hütte der Romanows betritt und den gequälten Jungen sieht, weiß er wofür er lebt. Wofür er 20 Jahre zuvor geboren wurde. Genau für diesen Moment.– Genau hier wird sein persönlicher Einsatz gefordert, ein wertvolles Leben in ihrer Mitte zu retten…. Dieser Junge wird gebraucht, während nahezu alle anderen Lebewesen um ihn herum – eingeschlossen seiner selbst – ein ziemlich erbärmliches, vollkommen nutzloses Dasein fristen.— Dieser Junge könnte die Welt verändern. Sie besser machen, als sie es derzeit ist. Sie in ein großes Morgen überführen helfen oder selbst dieser Anführer sein?!– Das würde die Zukunft zeigen. Er wird genau in diesem Augenblick in dieses wertvolle Leben hineingezogen. Von wem?- Gott?- Schicksal?- Leben?- Was ist es, das ihn zu dieser Hütte führt und ihn seine Entscheidungen – an diesem Tag und den Tagen danach – treffen lässt?!— Genauso verhält es sich 3 Jahre später, 1968 als klar wird, dass er Sergeij verlassen muss, für die Schwester, die an seine Seite gehört. Und auch da spürt er seine Bestimmung, das richtige zu tun. Und wiederum schickt das Unbekannte – Gott – Schicksal – Leben – der Glaube darin – den benötigten Retter: Lew Poljakow, den er sofort tief und fest in sein unterdessen so groß gewordenes Herz integriert. Ihn direkt neben seinem als Schatz empfundenen Sergeij darin einschließt…. Er, Marek Tarassow, ein geborener Wolf. Nun ein bester Freund des Lebens. Ein Hüter einer großartigen Seele. Eine Seele in einem Menschen, die selbst einem Wolf vermitteln kann, was es bedeutet zu glauben. Zu Hoffen. Euphorisch zu sein und optimistisch – trotz aller Widrigkeiten – in das düster geglaubte Morgen hinüberzublicken und dort am Ende des düsteren Tunnels endlich das ersehnte Licht zu sehen…. Jaaaa!– Das alles setzt Sergeij in ihm frei!–…. Er macht es möglich, in einem seelenlosen Geschöpf einen Bewunderer des Lichts zu erwecken.– Einen Gottesfürchtigen.– Einen, der dem Leben mit Respekt begegnet…. Lew führt sein angefangenes Werk weiter. Unterstützt Sergeij Medwedew in allem. Beschützt ihn. Führt ihn seiner Bestimmung zu. Lässt ihn in der umgebenden Welt wirken…. Lew ist dabei genauso wichtig wie Sergeij selbst und muss deshalb unbeschadet bei ihm bleiben. Und er, Marek, muss ihn finden, ihn befreien und sich selbst seinem Schicksal entgegenstellen. Denn seine Bestimmung ist es wohl, als Wolf seine letzten Stunden zu verbringen…. Marek verschwindet von den Bildschirmen. Als Fedor anfängt nach ihm zu suchen, findet er rasch raus, dass Marek überall nach Lew fragte und der gilt genauso als verschollen…. Ihn entdecken sie bald. In einem ihrer Tunnel am Monitor. Er sieht übel aus. Die letzte Aufnahme auf ihren Bändern von Marek. Er findet Lew in einem toten Winkel, trägt ihn nach dort, wo man ihn findet. Legt ihn sichtbar ab, eingewickelt in eine Decke, obwohl es extrem heiß und stickig ist. Ihre Heizungsanlage. Der unbeliebteste Tunnel. Da geht man nur durch, wenn man muss…. Marek legt seinen Freund direkt unter die Kamera und gibt ein Zeichen mit den Fingern. Das Symbol für Seuchen…. Marmaduke und Laslo erkennen es und verstehen nun auch, warum Marek den Zugang zum Tunnel von beiden Seiten abriegelt. Erst sollte die Bandaufnahme gesichtet werden, bevor jemand runtersteigt. Damit kann sich die Seuche nicht ausbreiten, wie von den Wölfen der Wolga geplant…. Sie wird direkt von den Lebenden abgeschirmt. Ein Hilfskommando vom Klinikum Fürth übernimmt bereits 1h später. Sie trennen den Bereich vollständig ab und untersuchen vorsorglich alle Bewohner der Burg, ebenso die Inhaftierten im Polizeigewahrsam, alle Beamten und auch diejenigen, die mit ihnen in Berührung kamen. Das Bamberger Krankenhaus schaltet sich hinzu. Dank Marek kann letztlich auch Lew gerettet werden. Bei ihm dauert es nur länger. Die Krankheit hat ihn kontaminiert, der Virus bricht bereits durch…. Lew findet die geschickt eingeschleuste Leiche. Da er jedwede Unsicherheit ausschließen will, überprüft er sämtliche Gänge, auch den unbeliebtesten Zugangskanal.– Er verriegelt sofort. Frischluft hätte ihm sicher wohl getan. Er richtet aber sein Augenmerk auf seine Freunde. Die ihm wichtiger sind als er selbst.

©xento-falkenbourg (xfwerk) – Jugendliche ab 16 / Erwachsene, je Teilband ca. 240-300 Seiten
Buch und eBook – Books on Demand Norderstedt (BoD.de), AmazonThalia uvm.
PDF (downloadlink), Buchlayout (2seitig)/Medienlayout (1seitig) über
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Kontakt: xento@falkenbourg.de  (xfwerk, fürth)

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