Unendlich angefühlte Jahre

Lange dauerte es, bis er endlich rausschlupfen kann. 4 unendlich angefühlte Jahre lang. Eine grausam unerträgliche Zeit. Durch das berühmte Nadelöhr unbemerkt durchzuschlupfen, zu entkommen. Endlich wieder da zu sein, wo sein Herz lauter, heller, lebendiger schlägt und er wieder einen tieferen Sinn in den Dingen erkennt…. Als er ’65 die Hütte der Romanows betritt und den gequälten Jungen sieht, weiß er, wofür er lebt. Wofür er 20 Jahre zuvor geboren wurde. Genau für diesen Moment.– Genau hier wird sein persönlicher Einsatz gefordert, ein wertvolles Leben in ihrer Mitte zu retten…. Dieser Junge wird gebraucht, während nahezu alle anderen Lebewesen um ihn herum – eingeschlossen seiner selbst – ein ziemlich erbärmliches, vollkommen nutzloses Dasein fristen.— Dieser Junge könnte die Welt verändern. Sie besser machen, als sie es derzeit ist. Sie in ein großes Morgen überführen helfen oder selbst dieser Anführer sein?!– Das würde die Zukunft zeigen. Er wird genau in diesem Augenblick in dieses wertvolle Leben hineingezogen. Von wem?- Gott?- Schicksal?- Leben?- Was ist es, das ihn zu dieser Hütte führt und ihn seine Entscheidungen – an diesem Tag und den Tagen danach – treffen läßt?!- Genauso verhält es sich drei Jahre später, 1968, als klar wird, dass er Sergeij verlassen muss, für die Schwester, die an seine Seite gehört. Und auch da spürt er genau seine Bestimmung, das richtige zu tun. Und wiederum schickt ihm – das Unbekannte – Gott – Schicksal – Leben – oder der Glaube darin, der Glaube im Leben – den dringend benötigten Retter…. Lew Poljakow, den er sofort tief und fest in sein unterdessen so groß gewordenes Herz integriert. Ihn direkt neben seinem als >Schatz< empfundenen Sergeij darin einschließt…. Er, Marek Tarassow, ein geborener Wolf. Nun ein bester Freund des Lebens. Ein Hüter einer großartigen Seele darin. Eine Seele in einem Menschen, die selbst einem Wolf vermitteln kann, was es bedeutet zu glauben. Zu Hoffen. Euphorisch zu sein und optimistisch – trotz aller Widrigkeiten – in das düster geglaubte Morgen hinüberzublicken und dort am Ende des düsteren Tunnels endlich das ersehnte Licht zu sehen…. Jaaaa!– Das alles setzt Sergeij in ihm frei!–…. Er macht es möglich, in einem seelenlosen Geschöpf einen Bewunderer des Lichts zu erwecken.– Einen Gottesfürchtigen.– Einen, der dem Leben mit Respekt begegnet…. Lew führt sein angefangenes Werk weiter. Unterstützt Sergeij in allem. Beschützt ihn. Führt ihn seiner Bestimmung zu. Läßt ihn in der umgebenden Welt wirken…. Lew ist dabei genauso wichtig wie Sergeij selbst und muss deshalb unbeschadet bei ihm bleiben. Und er, Marek, muss ihn finden, ihn befreien und sich selbst seinem Schicksal entgegenstellen. Denn seine Bestimmung ist es wohl, als Wolf seine letzten Stunden zu verbringen.  ©xento falkenbourg   https://falkenbourg.de/shop

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