Überbleibsel der Zereswelt

Wie Sterne (1.5.1)-Stenka Bierdermann (BoD)-C-M1-Internet-0720

Auszug aus Band 1.5 Stenka Biedermann. (Moyka) „Keine Frauen sagst du?- Gar keine?-Das kann nicht sein…. Ehrlich nicht. Das ist unmöglich…“— Was dieses – seitens Moykas – so arglos geführte Gespräch alles auslösen kann, ist kaum zu ermessen. Denn in Marek leuchten plötzlich tausend Alarmlichter gleichzeitig auf.– Moyka glaubt eine Frau mit einem haarigen Hintern gesehen zu haben. Diese Frau muss auch sonst von ihrem Äußeren einem Schwarzwuschel – sprich Xandew – sehr ähnlich sein. Tiefschwarz, nicht nur die Haare sondern genauso die Augen und soweit Körperhaare noch erhalten sind eben auch die – eine derart behaarte Frau wäre doch auch ihm sofort aufgefallen(?!).— Also wer bitteschön könnte das sein?!- Na??- Überlegen wir doch mal!- Marek fällt es wie Schuppen von den Augen…!!—…. Wen hat Mathias ab der ersten Minute als seine Schwester definiert?- Wer zeigt mehr als alle anderen Frauen zusammen muskuläre Kraft, Unerschrockenheit und Beharrlichkeit und dazu ein Standvermögen, wie es für Menschenfrauen eher unwahrscheinlich ist?- Wer benötigt so gut wie keinen Schlaf, kann tagelang durcharbeiten und sieht dennoch immer wie der frische Frühling am Morgen aus?-…. In wem hat sein guter Freund Stanis sein gesuchtes Schneewittchen sofort erkannt?-…. Ja. Stanis, auch eine Nummer aus der Abteilung ´was bist du eigentlich für eine(r)?`—…. Letztlich kann er eigentlich nur eines sein und das genauso auch wiederum nicht. Denn die sollen erkennbar dunkel oder besonders auffällig hell sein, aber nicht so völlig normal – nur ewig groß – aussehend, wie eben Stanis – also die Hævoqs schweben ihm da gerade vor. Denn von denen könnte es ja schließlich streng genommen noch irgendwo welche geben. Ausgestorben sollen sie sein, aber nicht gar so konsequent behauptet, wie von den Vakuda. Wo man sich einhellig sicher ist, dass es wirklich genau so geschah. Aber eigentlich passt Stanis viel mehr in deren Muster rein…. Ja!- Und dann gab es auch noch die Bauern unter ihnen, die Kemopes, Kemoop in der Einzahl.– Was ist wohl aus denen geworden?- Konnten die auch zaubern? Und wenn, bis zu welchem Grad?- Vielleicht gehört Stanis zu ihren Nachkommen…?!– Wäre doch zumindest eine logische Erwägung wert. Denn, dass er ein Zauberwesen ist, also ein Zeres, das steht für Marek seit dem ersten Moment ihrer Begegnung fest. Ein guter Zeres, in jedem Fall. Denn wäre er es nicht, würden sie alle schon lange die Radieschen von unten zählen. Mehr dürfte nicht nötig sein, eine kleine Menschenbastion wie die Russenburg dem Erdboden gleich zu machen. Und die aggressiven Menschen außenrum würden dem böse votierten Wesen begeistert dabei helfen. Zu wissen, du stehst hinter einem Unbesiegbaren, hat schon so manchen sich zum kühnen Helden erklären lassen und seine Heldentaten verblieben dann alles andere als heroisch. Abgrundtief schwarz, für gewöhnlich…. Also sein Freund Stanis ist keiner von dieser Sorte und üble Menschen meidet er tunlichst, eigentlich schon rein instinktiv. Was wiederum zu einem Kemoop nach seiner – Mareks – Vorstellung gut passen könnte. Der Wunsch unauffällig zu sein, gemocht zu werden und helfen zu können, bei allem und jedem und wann immer es erforderlich ist. Seine Dankbarkeit Fedor gegenüber, der ihn ab und an an der Hand führen muss. Weil Stanis die einfache Denkstruktur von Menschen manchmal nicht ganz nachvollziehen kann…. Seine naiven Fragen dann immer….Aber der ist doch richtig klug! Wie kann er nur so einen Unsinn daher reden und sich auf solch einen Quatsch einlassen. Das erkennt doch jedes Kind, dass das alles erstunken und erlogen ist…. Warum zur Hölle ist der gute Mann nur darauf reingefallen?- Und nichtmal seine Frau konnte es verhindern und jetzt ist sein Junge tot!- Wie kann so was Schreckliches einfach so passieren und keiner verhindert es…. Gibt es denn keine hier, die sich um die anderen scheren?- Keinen, der sich für mehr wie sich selbst interessiert?- Wie können die bei all ihrer Ignoranz, ihrem exzessiven Egoismus überhaupt noch atmen?- Ich würde daran ersticken, wenn ich nur noch an mich selbst denken müsste.– Himmel!- Ich bin zumeist richtig froh, wenn mich jemand von meinem Kleinkram, den ich grade nicht gelöst kriege, wieder ablenkt und mich was Sinnvolles machen lässt. Denn hinterher fällt mir auch immer schnell eine Lösung für meinen Kram ein. Und die ist meist so simpel, dass ich mich schon oft dafür geschämt habe, es nicht gleich gesehen zu haben…. Aber diese ganzen Menschen hier?- Die meisten können viel schneller denken als ich…. Warum kriegen die das nicht besser hin?!—…. Ja. So ist er. Hält sich immer für deutlich weniger klug als andere. Dabei scheitert er nur am Verstehen dessen, was ist und um ihn herum geschieht. Denn das dürfte alles gar nicht passieren, nach Stanis Verständnis der Welt.– Und Recht hat er damit und behält es auch noch, wenn man länger drüber nachgrübelt. Wir alle sind dumm. Und kaum in der Lage aus einfachsten Erfahrungen eine Lehre zu ziehen, die uns doch wenigstens vor Wiederholungstaten schützen sollte. Nein. So klug sind wir alle nicht….

©xento-falkenbourg (xfwerk) – Jugendliche ab 16 / Erwachsene, je Teilband ca. 240-300 Seiten
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