Steinerne Wildsauen im Südschwarzwald

Auszug aus (1.1) Symphonien in blau. Der Westweg durchquert bis dato mehrere imposante Moorgebiete, passiert schöne Höfe durch kühlende Fichtenwälder und erreicht den Blindensee mit seiner urwüchsigen Vegetation des Hochmoores. Fast direkt am Weg liegt die Quelle des Donau-Quellflusses Breg. Vom Aussichtsturm am Brend bietet sich ein fantastischer Panoramarundumblick. Ende der ersten Teil-Etappe auf Höhe Furtwangens mit Robert dem fleißigen Bienchen am Grill und frisch gewaschener Wäsche und aufpoliertem Wohnmobil. – Man ist‘s zufrieden und genießt die würzigen Grill-hors-d‘oeuvres mit leckeren Salaten und knackigem Brot. Außerdem wird diesmal Gemüse am Grill zubereitet, Tomaten, Zwiebeln, Champignon, Paprika, Auberginen und Zucchini. Am nächsten Tag gönnt man sich erneut Auszeit von der roten Raute. Sie durchqueren den südlichst gelegenen Lieblingsplatz der »mittleren Berge« aus Reiseleitersicht. Auch die Saalfeldt-Greiffs aus Rastatt suchen hier seit Ende des Krieges die ältere Generation, die jüngere erst seit Frühjahr ’68, ihre Schatzhauser-Tanne. Im Simonswäldertal… Das ist unter anderem auch Stefans Intension, sich hier immer wiedermal etwas gründlicher umzusehen. In Wildgutach, diesem verzauberten Ort, da gibt es steinerne Wildschweine! Da könnte es durchaus noch weitere Zauberwesen geben! Zwar ist sein nordbadisches Herz intensivst daran interessiert, Schatzhausers Tannenbaum doch wenigstens noch in der Umgebung der Hornisgrinde zu vermuten, aber »Kaltes Herz« hin oder her, man muss bei allem realistisch bleiben und dort nach den Schätzen suchen, wo sie wahrscheinlich auch zu finden sind -:) — Stefan in Plauderlaune an seine Fans… „Kennt ihr von Heinrich Heine »Deutschland ein Wintermärchen«? Einige Passagen gefallen mir gar so gut… »Ein neues Lied, ein besseres Lied, o Freunde, will ich euch dichten! Wir wollen hier auf Erden schon das Himmelreich errichten. Wir wollen auf Erden glücklich sein und wollen nicht mehr darben; verschlemmen soll nicht der faule Bauch! Es wächst hienieden Brot genug für alle Menschenkinder, auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust und Zuckererbsen nicht minder. Ja, Zuckererbsen für jedermann, sobald die Schoten platzen! Den Himmel überlassen wir den Engeln und den Spatzen.« — Ich mag diese Art zu denken…“ — Es dauert nicht lange, dann geht es weiter mit der Vortragsreihe Heinrich Heine… „»Caput«, auch ein Werk von ihm. Wo mir alleine schon der Name so gut gefällt… Nur kurz ein Auszug aus »Caput I. Seit ich auf deutsche Erde trat, durchströmen mich Zaubersäfte. Der Riese hat wieder die Mutter berührt und es wuchsen ihm neu die Kräfte.« – Aus »Caput II« gefällt mir »Und viele Bücher trag ich im Kopf! Ich darf es euch versichern, mein Kopf ist ein zwitscherndes Vogelnest von konfiszierlichen Büchern. Glaubt mir, in Satans Bibliothek kann es nicht schlimmere geben; sie sind gefährlicher noch als die von Hoffmann von Fallersleben!« Mit dem Lied der Deutschen, ein, aus vonFallerslebens Sicht, von reiner Liebe zum Vaterland motivierten Liedgut, uns als Nationalhymne geläufig, kürt und begründet er 1841 den bis heute anschwärenden Nationalstolz der Deutschen, woraus schnell schon intensivster Fremdenhass, Radikalität und Extremismus erwuchs… Seinen Ursprungsgedanken mit Füßen tretend… Wie leicht aus wohlmeinendem Gedankengut ein volksverhetzender, gärender Hass an gleicher Stelle mitgeboren werden kann…

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