Ohne Beigabe von Ehre und Gefühl

Zeitgleise Auf neuen und auf alten Gleisen, in einer vertrauten und doch fremden Zeit

Leseprobe zum reinklicken und durchblättern…
Zeitgleise-1.8.1-Symbolismus-xfw1.Auflage-B-LP

Auszug aus Symbolismus. Aber da ich weiß, wohin das führt, dass wir zeitnah die ganze Schlammschlacht an anderer Stelle wiederholen müssten, geb‘ ich mich dieser verführerischen Möglichkeit nicht hin. Zeige mich nicht besiegt von meiner sensiblen Ader, meinem Mitgefühl und Erbarmen, die nicht schädigen zu wollen, die unschuldig sind. Denn es gibt keinen Ort auf Erden, wo keiner der Treverer zuhause ist und dieses Viech vielleicht hin fliehen könnte, damit ich es dort schadloser erlegen kann. Ist leider nicht drin! Und das Tor der Schatten, der Ort, wohin ich ihn führen muss, liegt mittendrin im Zentrum der Treverer Welt. Somit kann diese nicht verschont bleiben… Er würde sich aus deren Umfeld auch niemals zurückziehen. Ist er doch gerade deshalb hier mittendrin unterwegs, weil es im Schattenmeer so langweilig war… Soweit kenne ich diesen Knaben! Für ihn fühlt sich so lebendiges Leben an. Gegen einen Widersacher kämpfen und neue fiese Technik ausloten… Für einen Mutant wie ihn existiert nichts Heiliges auf Erden, denn er wurde ganz ohne Heiligenschein erschaffen. Künstlich erzeugt, ohne Beigabe von Ehre und Mitgefühl. Und genau dieser Mangel macht ihn so grausam, so unwirklich. Er ist nicht brutal aus seiner Sicht, sondern nur eindrucksvoll. Das wollten schon immer alle sein: Gigantisch groß und machtvoll… Nun, zum Glück überkommt uns solche Größenherrlichkeit im Regelfall nur, wenn die Jenigen, die unseren Planeten schänden, es wiedermal massiv übertreiben. Dann flippen solche wie wir – Ursprüngliche oder auch Elementarkräfte genannte – etwas aus und ruinieren dabei auch noch einen weiteren meist recht beschaulichen Anteil des gleichen Planeten. Wohl einfach nur, um den jeweiligen Übeltätern klarzumachen, dass sie nicht die Einzigen sind, die sowas draufhaben und deshalb etwas sorgsamer damit umgehen sollten… Einfach nur so als Showeffekt, der sich im Laufe der Jahrmillionen bestens bewährt hat… Künstlich erzeugte Elemente unter uns, die weder Verantwortung noch Pflichten auferlegt bekamen haben, bewundern uns in solchen unkontrollierten Ausflippzuständen ganz elementar. Da aus Bewunderung oft Neid geboren wird, läuft das auch bei uns in die falscheste aller Richtungen. Deshalb musste seiner Tage das Schattenmeer definiert werden. Als Straflager für jene, die es nicht kapieren konnten. Nebendran in der Wesenburg sind genügend Urzeitliche zuhause, dass sie vor dem symbolischen abends zu bettgehen immer einen kurzen Blick nach Westen gewähren können, was bisher ausreichend war, das Schattenmeer sicher behütet zu wissen. Mit dem Schlüsselwächter am Tor – aus der Welt der jeweiligen Herrschenden auf Erden – an der anderen Seite, war kein Entkommen möglich.

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4 Kommentare

  1. Klingt wie die Umschreibung von künstlicher Intelligenz. Normal gar nichts für mich….. Aber hier dreht es sich um einen künstlich erschaffenen Ursprünglichen?! – somit wohl ein ad absurdum in sich…… Die Schattenburg ist demnach real? D.h. es gibt ein Straflager für böse Windböen und Eisstürme? Riesenwellen und unkontrollierte Wolkenbrüche? Wie bitte sperrt man denn einen Wolkenbruch ein?! Und wer bitte lebt in der Wesenburg? ……. Also na ja. Ich denke, ich bin überzeugt. Das will ich genauer wissen…..

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