Laut Han heißt es Götterdämmerung

Zeitgleise Auf neuen und auf alten Gleisen, in einer vertrauten und doch fremden Zeit

Leseprobe zum reinklicken und durchblättern…
Zeitgleise-1.8.1-Symbolismus-xfw1.Auflage-B-LP

Auszug aus Symbolismus. Amber verwandelt sich in eine ambivalente Persönlichkeit. Er wechselt lustig munter zwischen dem weisen Kry, der für jedes Wie und Warum die passende Antwort bereit hält, beherrscht, eindrucksvoll wie eh und je und dem verliebten kurzweiligen jungen Mann, der zwar sein Mäntelchen ausgezogen hat, aber noch immer den Eindruck erweckt, auf Zehenspitzen getarnt hinter Regalwänden vorzuspitzen, viel zu schüchtern zu sein, selbst eine Antwort zu finden oder auch nur die Frage auszuformulieren. Besorgt ist er, weil Degens Fassade jeden Tag ein klein wenig schwacher wirkt und als der Hubschrauber mit der Stuttgarter Lieferung am Dach landet, glaubt er beinahe, er könne Degens Kinder gar nicht mehr davon überzeugen, dass ihr Vater noch überlebensfähig ist. Aber da unterschätzt er Degen und seine Söhne gewaltig… (Amber) „Ehrlich gesagt würde ich mich gerne ein wenig verdrücken und erstmal schauen, wie das Wiedersehen so läuft?“ – Schwupps, noch bevor Degen eine Chance erhält zu widersprechen ist er verschwunden. Ackley begrüßt die Besucher am Dach und soll sie runter führen. Degen fragt sich, wie Amber seinen Söhnen später erklären will, dass er ihn so gänzlich alleine ließ, in seinem offenkundig schlechten Zustand. Als die Tür schon wieder aufgeht und Maggie eintritt. Magdalene vonHolstein, Ambers Frau. Die Tochter von Dankmar West, der Banker auf Seiten des Königs… Sie schafft es eben noch rechtzeitig zum Bett hinzugelangen, da wird die Tür schon wieder aufgerissen und alle stürmen mehr oder weniger gleichzeitig und übereinander stolpernd herein. Degens Nachkommen wollten offensichtlich nicht warten, bis Kane und Kalle soweit sind, den Meister besuchen zu können und deshalb übernehmen sie kurzerhand selbst die Regie, was Ackley versucht zu verhindern, unterstützt von Kalle & Kane und die Jungs gewinnen am Ende doch, denn sie schieben den drei Erwachsenen ihren jüngsten Bruder hin und der ist auch gänzlich alleine in der Lage, mit nur drei Mann aus der Erwachsenenliga fertig zu werden. Derweil finden die drei anderen heraus, was es sonst noch an Räumlichkeiten gibt und erstürmen jedes davon mit Krawummeffekt. Denn hier wird irgendwo ihr Vater festgehalten – sollte man fast meinen! Jedenfalls hat es was mit Sturmangriff zu tun, was sie veranstalten. Und Maggie, die eigene, nicht wirklich so viel weniger wilde, Kinder großzieht, schafft es nicht mehr rechtzeitig ihr Gesicht wieder beherrscht zu kriegen, denn der Lärm im Haus ist überdeutlich auch hier unten zu vernehmen und währt auch nicht wirklich lange vor, bis hier die Tür aufgerissen wird und somit prustet sie hochamüsiert drauf los und das passt optisch so gar nicht zu dem halb tot wirkenden Mann im Bett vor ihr, dem sie höchstwahrscheinlich anmutig die Hand halten sollte. Oder ähnlich Beschauliches tun. Jedenfalls versaut sie die Bühnenkomposition gründlich mit dem ansteckenden Lachkrampf. Ackley stimmt sofort munter fröhlich mit ein, während die beiden anderen Großen sich bemühen, von ihm wieder runterzukommen ohne weiterhin ungeschützt Kloppe vom tobenden Han (Hannibal vonStein, jüngster Sohn in Degens Sammlung) zu beziehen, der ja noch immer, wie seine Brüder, der Meinung ist, irgendwer hier will seinem Vater Böses… Das Lachen im Raum irritiert sie alle miteinander sichtlich… (Ackley) „Mann, ist das ein Vergnügen, euch kennenzulernen! Oak hat mir ja schon einiges über euch berichtet, aber das schlägt ja dann doch dem Fass den Boden aus! Ein nichtmal ganz Dreijähriger vermöbelt die ehrenwerte Garde Degens! Immerhin aus drei richtig guten Kampfterriern bestehend… Also, ich meine, wir stellen immerhin die persönliche Sturmtruppe des modernen Siegfrieds dar, die sein jüngster Sohn da grad genüsslich verkloppt!“ – Und gackert es in der zweiten Runde noch lauter heraus, denn Kalle schafft es nicht, würdig, wie er sich emsig bemüht, sein Bein unter Acks Hintern vorzuziehen, auf dem Kane rumstrampelt, den Han immer noch vorsorglich festhält. Ihn derweil von oben anguckt wie Obelix seine geliebten Römer im Asterix-Comic. So, als würde er drüber nachdenken, ob er jetzt draufhauen soll oder besser doch nicht… Alberich, ihr Familienoberhaupt solange Papa das nicht übernimmt, hat noch immer kein Zeichen zum Rückzug oder auch nur Einhalt gegeben. Der schaut sich nämlich zusammen mit Erasmus erstmal vorsorglich um, während Ephrahim auf das Bett des Vaters hochklettert und ihn persönlich untersucht. Ungeachtet der Tatsache, dass da eine Frau rumsteht, die man etwas fragen könnte. Derweil Alberich und Erasmus auch die hinterliegenden Räume erkunden und ebenso jeden Vorhang anheben, ob da wer verborgen steht. Es ist definitiv die feindliche Übernahme der Burgfeste zu bemerken, als Amber endlich von der Terrasse eintritt und sich auf seine übliche Weise dezent räuspert. Was bei seinen grauen-Mantel-Auftritten auch immer die gewünschte Wirkung erzielt und ihm zumindest ausreichend Respekt und Aufmerksamkeit zusichert. Hier klappt es nicht gar so gut. Ephrahim tastet seinen Vater weiterhin unbeirrt nach Zeichen von Lebendigkeit ab, während Alberich sich ungeniert in den geheimen Räumen umsieht, als Erasmus sich meldet… „Alberich, ich denke diesen Räusperer solltest du dir mal selbst anschauen. Das könnte tatsächlich der Graue sein, wie sie ihn nennen. Er ist aber deutlich weniger bedrohlich als alle behaupten…“ – Derweil Alberich sich den Grauen selbst betrachten kommt, mit einem beachtlich schweren Buch unter seinem dünnen Fünfjährigen Arm…

©xento-falkenbourg (xfwerk)
ab 16 / je Teilband (Buchdruck 13,5×21,5) ca. 340-450 Seiten
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