Veste Brandenfels

Zeitgleise – Die urbane Fantasy-Serie aus Deutschland.

»Zeitgleise, ein Fantasy-Drama. Zeitgleise, auf neuen und auf alten Gleisen, in einer vertrauten und doch fremden Zeit« von xento falkenbourg & sohn erzählt von den Zeres, vom AUK der Asen Jahrtausende vor dem Heute und vom Wirken uralter Magie bis rein in die jüngsten Tage. Es erzählt vom Ende der Eiszeit, wie die Welt der Zeres zusammenbricht und wie Düsterwinde und Eiswolken sich in Folge zu Göttern über die Mijnns erheben, aus denen sich die Menschheit Stück um Stück kultiviert. Wie im Zwanzigsten Jahrhundert die Tage immer finsterer werden, bald schon gefühlt gar kein Licht mehr durchdringen will. Aber dann wird der geweissagte Frövjed entsendet und der Überlebenswille und der verbundene Kampfgeist erstarkt von neu. So stark, wie noch niemals angefühlt. Der König der letzten Tage muss nun noch gefunden werden und die Streitmacht der Krieger des Lichts formiert…


Die Myrmidons halten sich bevorzugt im Abseits, nicht nur gegen die Welt selbst betrachtet, sondern genauso auch gegenüber anderen Schwarzbär-Völkern, denn sie rauben deren stärksten Nachwuchs in den Nachbarlagern. Deshalb ist der Brandenfels nochmals versteckter und besser abgesichert als alle anderen Wandelburgen zusammen. Sollte man jedenfalls meinen. Man erzählt sich von ihnen, dass nicht einmal die eigenen Leute genaueres darüber wissen und die gesamte Ausdehnung ihrer Welt korrekt einschätzen könnten. Auch hört man bisweilen, dass der Brandenfels viele Gesichter habe… Nun jedenfalls liegt er im Brosphka (Balkan) im nördlichen Griechenland…

Symphonien in blau
Teil 1 12,49 €
354 Seiten, ISBN 9783752625141, Taschenbuch, Verlag BoD.de


Symphonien in blau (Teil1), Buch Haselnussgeist

In tiefer Liebe zu Wasser.
Vom Geist alter Erinnerung verführt.

Auszug aus Symphonien in blau. Auf seine Frage an Marmaduke, aus welchem Clan er davongeschlichen ist, kriegt er ein süffisantes Lächeln zu sehen… „Geboren als Vampir, wurde ich als Myrmidon zum Yolliver.“ – Upps! Das erklärt einiges. Das ist praktisch die Kombination aus mit den wildesten Düsterwinden, die es gibt. Da kann auch ein Rudel Wölfe dumm dastehen, begegnen sie solchem… Allerdings sollte er besser schon erwachsen sein… Marmaduke ist davon ein Stück weit entfernt und damit sollte ein Rudel Wölfe vorerst noch eine reelle Chance gegen ihn haben. Aber er hat wirklich so einiges drauf. Das kann Marek bestens erkennen… Laslo ist ebenfalls ein formidabler Kämpfer und laut Marmaduke der beste Freund, den er sich vorstellen kann. Mit ihm kann man Berge versetzen. Kein Problem. In atemberaubender Geschwindigkeit… Alaniij sind bekanntermaßen noch etwas schneller als Vampire… Ja ja, lacht der Wolf in Marek! Da hat er wohl seine Meister gefunden. Schon Stanislaw zeigt ihm auf, wie endlich sein Wissen und sein Können ist. Aber die beiden noch als Ergänzung… Da kann man sich schon fast so hilflos wie ein argloser Mijnn fühlen! – Das Gespräch mit dem jungen Marmaduke tut ihm so richtig in der Seele gut. Endlich einer in der Welt seiner Freunde, der wirklich Bescheid weiß. Mit dem du somit Klartext reden kannst und nicht nur sachte um den heißen Brei herumschleichen, wie man es sonst muss, als Yolliver in Midgard… (Marek) „Warum bist du bei den Myrmidons ausgerückt? Soweit ich gehört habe, soll es da recht souverän zugehen? Also lange nicht so, wie die Gegenpropaganda lautet. Sie stehlen die Stärksten aus den Wiegen, um das Volk zu schwächen, dass es letztlich zur leichteren Beute wird. Sie hetzen den Nachwuchs gegen seine Familie auf… Ich denke, das ist totaler Quatsch. Dafür müssten sie deutlich mehr Babys klauen?! Ich habe nie gehört, dass ein Xandewvolk ein anderes angegriffen hat oder dass gar die Menschen eine Wandelburg eroberten?! Völliger Blödsinn! – Dabei soll es reichlich viele Burgen geben. Grad die Konare haben bestimmt Hunderte über ganz Europa verstreut. Also nicht nur bei uns im Osten, wie alle glauben. Mein Gefühl sagt mir, dass es auch hier drüben im Westen ein paar kleinere Überraschungen gibt?!“ – (Marmaduke) „Du weißt, dass ich nicht von mir selbst aus so plaudersüchtig bin? Deshalb hältst du dich zurück?! Mach‘ dir nichts draus. Das ist NN in meinem Kopf – Herz würde er sagen. Er will mir nicht schaden, dir ebenso wenig. Er glaubt, dass du »ausersehen bist zu Großem«… Das glaubt er auch von Laslo und mir… Wir sind nicht die einzigen Gowinnyjen im Fürther Lager, nur die, die zu Höherem bestimmt sind laut NN. Wir sind Jøkil und NN direkt unterstellt, arbeiten praktisch parallel zu Tchekov. Er ist eigentlich sogar ganz in Ordnung. Auch Einer aus unserem Ursprungslager, ein mutmaßlicher Konar, aber keiner, der das auch wissen will… Irgendwann hat er mal etwas intensiver in den als »streng vertraulich« bezifferten Personalakten rumgewühlt, die NN zusammen mit Jøkil pflegt und ihn so gesehen nichts angehen und dabei unser Alter bemerkt. Seitdem ist mit Pedro nicht mehr normal zu reden… Weißt du, ich war fünf Jahre alt, als NN mich nach Fürth brachte, Laslo immerhin schon neun. Pedro ist wie ein altgedienter Mensch, weiß nichts um seine Abstammung von einem Yolliver und will auch nichts von solcherlei magischem »Dingsbums« – seine Worte, nicht meine – wissen. Egal wie offensichtlich es auch ist… Das heißt, solche Besonderheit anderer Wesensart versteht er nicht… Lehnt es akkurat ab mehr darüber zu erfahren… Will absolut nichts davon hören. Für ihn sind wir allesamt Menschen oder wenigstens doch »Menschenartige«. Nichts weiter. Er bezeichnet uns schlicht als »Leute«, lässt nichts anderes zu. Damit gelten für uns die gleichen Regeln wie für Menschen, die Kinder beschützen… Davor ausgenutzt zu werden, ausgebeutet, unterdrückt, gezwungen… Wobei genau in seiner Welt Kinderarbeit existiert, Missbrauch von Schutzbefohlenen, Gewalt und Pornografie. Dagegen hat Pedro keine Handhabe… Also versucht er wenigstens in seinem Umfeld für Ordnung zu sorgen und dafür, dass es den Kindern gut geht. Dass sie nicht unter schlechten Einfluss geraten. Laslo und mich als Sicherheitsleute einzusetzen, fühlt sich für ihn so an, als würde er Kinder an die Front schicken, sie als Kanonenpulver verheizen. Du weißt, was ich sagen will. Für ihn sind wir so alt wie wir sind. Gemessen am Menschsein bin ich Grundschüler und Laslo ein Sextaner oder auch schon Quintaner. In dieser Denkstruktur wurdest du frühestens als Sekundaner ernst genommen. Das heißt, um den Dreh der Mittleren Reife, wie es heißt… Somit sind wir himmelweit davon entfernt für Pedro einsetzbar zu sein. Dass sich einer in neun Jahren ausreift, sprich das Vergleichsalter eines zwanzig- bis einundzwanzigjährigen Menschen erreicht, will er nicht hören. Nicht mal die mildere Fassung von Laslo, der mit zwölf Jahren den Anspruch eines vergleichbaren Einundzwanzigjährigen erlangt und damit ins Kasino gehen dürfte?!“ – Marek lächelt… „Du machst dir reichlich Gedanken darüber, was andere denken…“ – „Klar! Du ebenso… Bleibst beflissentlich auf Abstand… Willst sie nicht damit brüskieren, dass du anders bist. Anders empfindest. Andere Bedürfnisse hegst… Es macht dich glücklich, offen und frei mit mir sprechen zu können… Das hast du so wohl schon lange nicht mehr getan?! – Vielleicht außerhalb deiner Heimatwelt noch niemals?!“ – Wie Recht er doch hat! Marek klingt schwer sentimental… „Nur ein einziges Mal… Mit Lew. Deshalb hänge ich wohl so an ihm. Du hast ihn kennengelernt? Wie er mit den Familienanhängseln zurückkam? Das ist ganz seine Welt… Dass jeder jemanden hat, dass sich jeder an irgendwem festhalten kann, Trost findet und Schutz… Nur sich selbst gönnt er nie etwas… Vielleicht fühle ich mich ihm deshalb so verbunden… Mein Leben forderte es von mir ein, dass ich darauf verzichte…“ – Jetzt hält er Marmaduke am Haken… „Ich bin neugierig auf die Ehrenburg. Würdest du mir etwas von ihr erzählen? Ich habe leider keine Erinnerungen mehr an den Varyllberg, der ganze Stolz der Vampire, wie man sagt… Keine Ahnung, ob da was dran ist. Ich war ein Baby, als sie mich wegholten. Zu früh, dass ich Erinnerungen daran haben könnte, aber auch zu spät, um nicht bereits geprägt zu sein… Im Brandenfels der Myrmidons habe ich als Einziger in meinem Umfeld gefühlt, dass ich nicht nur nach hierhergehöre. Ich habe Zugseile an mir zerren gefühlt, die mir sagten: »du hast dich verirrt, bist am falschen Ort«… Dabei mochte ich meine Brüder, die gesamte Familie. Wir bildeten eine Gemeinschaft. Ich bekam nie das Gefühl, ich müsste mir etwas vormachen, um mich wohl zu fühlen und doch wusste ich tief in mir drin, ich bin hier nicht Zuhause, sondern nur für den Moment zu Gast… Dann fing ich irgendwann an – anfangs rein instinktiv – nach der geheimen Pforte zu suchen, sozusagen dem Türgriff, der mich nach draußen führt. Er lag versteckt, gut getarnt in einer Durchgangshalle, wo den ganzen Tag massenhaft Betrieb herrscht. Also genau in der Ecke, wo ich solch verschwiegenen Ort nie vermutet hätte. Es dauerte lange, sage ich dir, bis ich eine günstige Gelegenheit fand unbemerkt durchzuschlüpfen!

Buch+Ebook hell - Symphonien in blau 1

(Marek leise) „Sie ließen dich einfach so ziehen?“ – (Marmaduke) „Im ersten Moment dachte ich, dass nicht. Ich stolperte direkt über Laslos Füße, der im selben Moment rausschlich. Von einem völlig anderen Punkt ausgehend. Warum er an der gleichen Stelle wie ich landete, kann ich mir nicht erklären… Aber er dachte genau wie ich: »Scheiße! Sie haben mich ertappt und jetzt schleppen sie mich wieder zurück!«- Also schlugen wir auf einander ein, als ginge es um alles… Vollkommen verrückt! Die Myrmidons verfolgten uns keine Sekunde und unsere beiden Gefühle sagten uns, sie sind uns nicht böse. Sie akzeptieren unsere Entscheidung. Das ist es. Der Punkt…“ – (Marek) „Das ist was? Welcher Punkt?“ – (Marmaduke) „Der Grund, warum nur wenige wegwollen. Wie gesagt, ich handelte rein instinktiv und Laslo ebenso. Er hat Erinnerungen an den Namen der Burg seiner Geburt. Der stimmt nicht mit dem überein, was sie ihm erzählten. Es drängte ihn die Wahrheit über sich rauszufinden.“ – (Marek) „Was erzählten sie?“ – (Marmaduke) „Dass er von den Croixs abstammt von der südlichen Schattenmeerküste. Aus dem Detteljoch. Er selbst glaubt aber er sei im Urkenvielt geboren. Das liegt mitten in den Bergen des Grejhka-Teij, im Kaukasus, ganz am Rande zur östlichen Seite der Schattenburg. Die Alaniij dort unterscheiden sich wesentlich von anderen Familien. Sie vertreten andere Ansichten und führten letztlich zur Entfremdung der Familien untereinander. Weil eben auch kein Alanij freiwillig am Tor vorbeiläuft, um bei den Kumpels gegenüber Hallo zu sagen. Selbst Alaniij, die ewig neugierig an den Küsten rumkriechen, haben letztlich vor ihm Respekt: dem Meer, das sie sehen… Also führte ihr Weg stets über die Berge östlich und da traf man auf die als unangenehm empfundenen Belarr, wo man kurz Halt machen musste. Sind ja ebenfalls Brüder und Cousins. Aber die Besuche verliefen meist nur wenig harmonisch, also unterließ man es irgendwann. Es waren eh immerzu die Croix, die Kontakt zu den Korasch suchten. Niemals umgekehrt. Letztlich sollen sich die Croix unterdessen rein mit der Wüste auseinandersetzen und dort leben die Lenäeer… Also bekamen sie vermuteten Maßen Kontakt nach dorthin?!“ – Marek sieht ihn lange an. Dieser junge Mann, den Mijnns als Kind bewerten, hat mehr Ahnung um ihr Volk als jeder weise Greis, den er je über Xandewvölker sinnieren hörte. Marmaduke scheint zu verstehen warum es so ist, wie es ist… (Marek) „Interessante Schlussfolgerung. Woher hast du diese Informationen? Ich habe noch nie auch nur im Ansatz solche Details gehört?“ – Marmaduke findet es komisch. Versucht sich sein Grinsen zu verbeißen… „Normal waren auch keine Charyques im Osten, sich das genauer anzusehen. Das tat NN. Der als Charyque weiß, welche Bedrohung der Mijnnwelt von uns ausgeht. Er wollte für sein neu gekürtes Heimatland solide Arbeit verrichten. Ihnen helfen… Spionieren liegt den Charyques im Blut. Glaub‘ mir das… Er hat ein paar Kumpels im Umfeld im Einsatz. Uralte Jungs aus Eisleben. Keine schwächlichen Yolliver, die alles vergessen haben, was es in der Welt an Magie und Besonderem gibt… Nein! Die sind wirklich gut informiert, kriechen dauernd über den großen Eisenzaun, nachzuschauen, ob sich was verändert. Ob man anfangen muss sein Waffenlager zu inspizieren… Wir wollen alle nicht, dass die Mijnns ihre Raufereien weiterhin mit solch grässlichen Bomben lösen. Womit am Ende alles tot und verflucht ist… Die traditionelle Form des Kampfes könnte mittels unserer Intervention den Krieg wieder in eine ehrbare Form der Auseinandersetzung zurückführen… NN ist fest davon überzeugt, dass genau das unser Auftrag ist, die Mijnnwelt vor sich selbst zu retten… Sie wieder runterzuholen, von ihrem gottgleichen Bestreben… Das bewiesen wir in unserer Vergangenheit doch mehr als ausreichend, dass es nicht gut ausgehen kann?!

(Marek) „Dein Humor kennt keine Grenzen, bist du erstmal redselig gestimmt?! Aber sag‘ mir noch eins, mein Freund, warum sollten die Myrmidons Laslo anlügen, wenn sie solche Guten sind?“ – „Na ja. Gut ist ein unsteter Begriff. Der sicher mal gilt und dann wieder nicht… Aber ich glaube, diese Lüge basiert auf schlichtem Irrtum. Einer Verwechslung. Das heißt die Babydiebe klauen nicht nur ein Einzelnes und kehren wieder zurück…“ – (Marek) „Du glaubst, sie beraubten mehrere Alaniij-Familien zeitgleich und verwechselten die Babys?! Dann sollte noch ein anderer Irritierter in der Sammlung stecken. Einer, der sich ebenfalls unwohl fühlt?!“ – (Marmaduke) „Gesetzt den Fall, dass Babys grundsätzlich im gleichen Alter geraubt werden. Vielleicht sind auch manche schon älter, andere erst frisch geboren und damit gänzlich ohne Erinnerung? Das könnte viele Gründe haben, warum nicht. Oder du behältst Recht. Dann müssen wir die Augen aufhalten, bis ein weiterer Alanyrmidon im Westen auffällig rumrennt?! Vielleicht bleibt er aber im Osten oder geht wo ganz anders hin?“ – (Marek) „Wie hast du ihn bezeichnet? Alanyrmidon? Heißen die nicht normal Alanijmyrmidon?“ – „Es gibt für jedwedes seine Abkürzungen. Oder zumindest einen verkürzten Pfad. Die Vampirmyrmidons nennen wir Vampyrmidon, die von den Konare-Abstämmigen Konayrmidon, was kaum einer aussprechen kann… Haha ha… Lenäyrmidon, nochmals ein schrägerer Name. Der Zungenbrecher schlechthin. Aber bei deiner Art gibt es keine Probleme – Wolfyrmidon – das klingt doch mal richtig niedlich?“ – (Marek) „Niedlich?! Vielleicht die Bezeichnung…“ – „In der Fassung sind auch welche aus deiner Familie nicht gar so übel… Ich lernte viele kennen. Du wärst erstaunt, wie viele Babys sie euch abknüpfen…“ – (Marek) „Wie groß ist denn um Himmelswillen der Brandenfels? So wie du darüber sprichst, klingt es nach mehr als einer Dorfgemeinde?! Vielmehr ist das doch aber gar nicht? Eine Wandelwelt? Eine größere Burganlage umgeben von Äckern und Wald. Mit entsprechendem Viehbestand im Wald und in domestizierter Fassung auf umzäunten Wiesen und im Stall. Entsprechend viele Mijnnsklaven, für die bäuerliche Arbeit auf den Feldern, in den Ställen, zur Weiterverarbeitung der Erzeugnisse und um in der Burg die vornehmen Gowinnyjen zu hofieren, ihnen nachzuputzen, sie zu bekochen, ihre Kleidung pfleglich sauber und knitterfrei zu halten. Eben so, wie bedrohtes, unterwürfiges Dienstpersonal handelt… Wir sind alle miteinander Sklaventreiber. Wir achten nicht groß drauf, wen wir zum Sklaven küren, wen wir nebendran abstechen. Manchmal stirbt eine ganze Familie mit zig Familienmitgliedern, weil wir einen neuen Stallburschen brauchen. Sonst keinen. Fünf Minuten später zieht der nächste los, eine Küchenmaid zu suchen und schlachtet die nächste Familie ab. In der ersten wären bereits drei passende Mädchen gewesen. Aber da wusste man noch nichts um diesen neuen Bedarf… Das kannst du nicht schönreden! Egal wie du‘s nennst. Wir sind und bleiben Monster, die irgendwer wegsperren wollte… Er warf nur leider den Schlüssel zum Tor nicht weit genug weg…“ – Marek strandet schlagartig in seiner für ihn typischen Trübsal Stimmung. Eine Stimmung, die kaum ein Lächeln zulässt, weil die Welt verkommen ist, so wie sie ist. Und solange man das nicht bereinigen kann, gibt es nichts zu lachen. Aber wenigstens lächeln kann er ab und an. Grad über seine Lieblinge im Hier und Jetzt der Russenburg. Eigentlich auch über diesen neuen jungen Freund, der noch nicht allzu viel Finsternis auf Erden miterleben musste und deshalb für die Gowinnyjenwelt freundliche Worte übrig hält. Hoffentlich bleibt das für ihn noch lange Zeit erhalten… Mit dieser Düsternis in ihm drin, kam seine Hoffnungslosigkeit auf. Die erbärmliche Hilflosigkeit, zu glauben, man kann eh nichts tun. Aber er konnte sich beweisen, dass doch immer irgendwo was änderbar ist. Man muss nur genau hinsehen, dann entdeckt man für sich die geheime Ecke und fühlt sich hernach wenigstens ein kleines Quäntchen besser… (Marmaduke) „Magst du noch eine Antwort hören? Auf deine Frage wie groß?“ – (Marek sentimental) „Ja gerne. Entschuldige…“ – (Marmaduke) „Wenn ich dich so betrachte, grad jetzt, frage ich mich, ob ich überhaupt erwachsen werden will?! Wenn alles nur noch düster, finster erscheint?! Man nirgendwo mehr einen Regenbogen erblickt? … Für mich hängt der Himmel voll davon und es geht nur darum, den jeweilig Zuständigen rauszupicken, der die Sicht wieder blankpoliert. Damit es alle sehen können, wie schön es ist! Wie friedlich es sein kann!! – Aber zurück zu deiner Frage: Ursprünglich dachte ich, der Brandenfels bestünde nur aus genau einem Konstrukt, wie du es beschreibst. Eine kleine, mittlere oder auch größere Burganlage, vergleichbar mit denen der Menschheitsgeschichte aus dem zwölften Jahrhundert bis sagen wir mal Ende sechzehntes Jahrhundert?! Und, wenn du NN zuhörst, hat das auch seinen Grund: die Kreativen dahinter hatten Zeitseher neben sich stehen… Die Zeres oder Asen genannte, sollen selbst fantasielos gewesen sein. Das heißt sie holten sich ihre Inspiration an anderer Stelle ein. Unter anderem aus der künftigen Menschenwelt. Die Steinburgen des Mittelalters haben sie wohl genauso begeistert, wie Sandburgen kleine Kinder… Will heißen, unsere Wandelwelt könntest du gut als Vorlage der Mittelalterlichen Welt betrachten. Beispielsweise soll die Burg Eltz im Moseldelta recht stark an das Detteljoch der Croixs von der südlichen Schattenburgküste erinnern!? Nur, dass das Detteljoch formal nicht in einer Hügellandschaft integriert ist, sondern im flachen Wüstensand liegt. Aber das gilt nur für die umliegende Landschaft. Glaub‘ mir. NN war in einigen Burgen drin und er erzählt von allen dasselbe: »Eine angenehme Mittelgebirgslandschaft im gemäßigten Klima Mitteleuropas der heutigen Zeit eingebettet«. So angelegt während der Eiszeit… Nicht zu kalt und nicht zu warm. Wunderschön grün und blühend im Sommer, etwas Schnee und Eis im Winter. So wie die Natur sich selbst am einfachsten reguliert… Die Wartburg, auch so ein stolzes Urgestein in Thüringen hinterm großen Vorhang, soll wiederum große Ähnlichkeit mit eurer Ehrenburg aufzeigen?! Das kannst du doch sicherlich direkt dementieren oder bestätigen? Schloss Moyland mit seinen romantischen Türmchen und Balkonen in NRW soll sich Burg Löwenstein der Konarfamilie Sorrensz ziemlich gut annähern. Rein architektonisch. Nur, dass der große Wasserlauf fehlt. In Schlesien gibt es nur einen winzigen Plätscherbach, der unter der langgestreckten Brücke durchfließt.“ – (Marek) „Der Brandenfels? Wie sieht es mit dem aus?“ – (Marmaduke) „Kennst du dich in Franken etwas aus? Südwestlich von Ansbach liegt ein kleineres gemütliches Städtchen, das von der richtigen Warte betrachtet noch genauso mittelalterlich wirkt wie eh und je. Dinkelsbühl heißt es. Das ist zwar um ein zigfaches größer, als der für mich sichtbare Anteil des Brandenfels. Für mich wirkt es aber vergleichbar. Umgeben von lauschigen Wiesen und Wäldern, abgeschirmt von der lauten umgebenden Welt… Wie gesagt, erst als ich rauskam und Laslo traf, der genauso im Brandenfels zuhause war und mich genauso wenig kannte wie ich ihn, erst da wurde uns klar, dass wir nur einen winzigen Bruchteil des Spiegels sahen. Ob sich das je geändert hätte, bleibt ungewiss…“ – (Marek) „Was erzählt Laslo an der Stelle?“ – „Dass sein Anteil des Paradiesgartens große Ähnlichkeit mit der beschaulichen Pfarrgasse in der Fürther Altstadt aufweist. Eine versteckt liegende enge, bunte, abenteuerlich gewundene und ziemlich kurze Gasse auf Pflastersteinniveau… Nicht die Feudalausgabe von irgendwas, wie mein mittelalterliches Städtchen mit stolzer Festungsmauer und Wehrtürmen… Er hatte vielmehr das Gefühl, das Ende seiner Welt, sprich die letzte für ihn sichtbare Häuserwand, lehne direkt an einem Baum in der Mijnnwelt an – oder vielleicht auch dort an einer weiteren Häuserwand?! Und seine kuschelige Gasse wäre dort nur zwischenrein gezwängt…“ – Marek klingt deutlich überrascht… „Das heißt bei ihm gab es keine Ländereien, Äcker, Wälder und Ställe?“ – (Marmaduke) „Doch. Natürlich. Alles autark. Wie es sich ziemt… Das gesamte schmalzackige Gassengeflecht führte ebenso über Stufen nach unten in den Wiesengrund hinunter, wie es das in der Fürther Altstadt tut. Deshalb fühlt er sich dort auch so wohl und zuhause. Mehr noch als ich, muss ich zugeben…

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Waldborken in Veraij
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In Erinnerung einer dunklen Zeit.
Als das Licht wieder anfing hell zu leuchten.

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