Alltag – Damals

Zeitgleise Auf neuen und auf alten Gleisen, in einer vertrauten und doch fremden Zeit

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Zeitgleise-1.5.1-Symphonien-in-blau-xfw1.Auflage-B-LP

Auszug aus Der Weltenbund. Loki wird 16791Asgijahr geboren. In Vreemarr, der heiligen goldenen Stadt über den Wolken. Seine Jugend verbringt er voll Stolz auf den oberen Zinnen. Denn er wurde als Hævoq geboren und damit steht ihm der Weg zu den Kriegern Ljossalfheims offen. Sein Vater fällt ehrenvoll im Kampf während Lokis zweiter Ausbildungsphase; seine Mutter ist zu dieser Zeit schon verstorben, an Altersschwäche. Sie war bei seiner Geburt bereits Ende zwanzig. Ein hohes Alter für eine Mijnn-Mutter, um bei ihrem Zereskind auch nur den Anfang seiner Persönlichkeitsphase noch mitzuerleben. Die Entwicklung von Zeres-Sprösslingen startet heftigst, als Dreijähriger ist das Niveau eines Sieben- bis Zehnjährigen Mijnns erreicht, von da ab zieht es sich aber gemütlichst über Jahrzehnte hin, die Kinder mit globalem Wissen und Detailkunde, Geistes- und Kampfkraft und verfügbarer Magie auszustaffieren. Ein pubertierender Zeres mit 45 bis 60 Jahren ist somit bereits auf einem geistigen Niveau angelangt, wo Mijnns im Regelfall nur selten hingelangen. Der heranwachsende Zeres steht aber noch mitten in seiner Ausbildung… In der abschließenden Phase, Spezifikation genannt, sucht ihn/sie seine/ihre Pubertät heim und nimmt genau wie bei anderen Wesensarten machtvollen Einfluss auf die weitere Entwicklung. In dieser Phase (45 bis 70 Jahre) kann sich der junge Zeres in der Welt der Erwachsenen auf Probe beweisen; zeigt er/sie sich besonders begabt, kann er/sie direkt mit der Anerkennung des Erwachsenenstatus einen hochgestellten Posten in der Gemeinschaft bekleiden. – Für Zeres gibt es somit eine unendlich lange Anlaufzeit, aber auch die Möglichkeit noch innerhalb dieser Ausbildungsphasen in ein hohes Amt berufen zu werden. Loki beendet seine Spezifikation mit der Amtsübernahme der Anführerschaft der Kaste der schwarzen Rahar auf Seiten der Vakuda. – Die künftige Gesellschaft der Hævoqs gärt bereits längere Zeit im Untergrund und wird sich bald mit der Gründung der Stadt Hadesthron und der Krönung von Hades zum König der Hævoqs mit Herrschaftssitz in der geheimen schwarzen Stadt Hadesthron formieren. Dennoch dauert es seine Zeit, bis die verärgerten Vakuda ihren getreuen Hævoqs so gründlich auf die Zehen treten, dass immer mehr von ihnen die Seiten wechseln und alsbald eine eigene Welt daraus erwachsen lässt. Allerdings – genau wie die geheime Stadt – gänzlich im Unsichtbaren. Alles was die Vakuda glauben zu wissen: Die gegnerische Stadt liegt im Osten von Vreemarr. Aber wie weit entfernt, könnten sie nicht mal annähernd korrekt einschätzen. Denn Hades, der schwarze Lord, beherrscht schwarze Magie von den Wurzeln an. Schon gerade deshalb, weil man es schwarze Magie nennt und Hades genauso wie ein Großteil aller Hævoqs schwarzes Deckhaar am Körper trägt. Was tatsächlich aber eher Zufall wie Absicht ist. Denn Breegaw, der große Eloyser-König, der den Großteil des Alten Unheiligen Kriegs begleitet, trägt wie sein Vater vor ihm ebenfalls pechschwarzes Haar. Ebenso sein jüngster Sohn Antaryon. Aber seine Söhne dazwischen, Karoon und Nessel, sind dagegen genauso goldblond wie die Mutter, die ebenfalls eine Vakuden ist. Aus der Kaste der großen Priester geboren. Viola, eine nahe Verwandte von ihr, mit gleichsamen Wurzeln bei den Eloysern, ist eine der wenigen rotschöpfigen Charakterköpfe dieser Tage. Auch Sommersprossen sind kaum verbreitet, genauso wenig wie blasse Haut. Somit würde in diesen Zeiten kein Mijnns und auch kein Zeres oder Gowinnyjen irgendeinen Zweibeiner Asgards als weißhäutig bezeichnen. Sie alle zusammen pflegen ihre goldschimmernde, leicht sonnengebräunte Haut bis hin zu sehr tief gebräunt, hinüber zu dunkelgraubraun. Was man wohl in späteren Zeiten zu schwarz umdefiniert. In diesen Tagen sind sie einfach nur dunkler getönt wie andere. Hautfarben und klassifizierende Aussagen über Kopf- und Körperhaare sind noch gänzlich irrelevant. – Allerdings sollte man sich an gängigen Regeln orientieren und dabei Faktoren wie Körpergröße, Hautstruktur und genauso figürliche Aspekte auf Niveau der Ursprünglichkeit von Zeresgeborenen belassen. Was gerade Magier, die gerne mit schwarzen Kräften rumhantieren, nicht immer akkurat ernst nehmen, denn überhaupt beachten. Einige liefen da schon in Vreemarrs Straßen rum, für die selbige Wege nicht ganz so maßgeschneidert erschienen. Beispielsweise könnte man sich da des Elefantenmanns erinnern. Ein ehemals großer Gelehrter und Zauberer, der schlussendlich weder das eine denn das andere noch war, dafür aber einen ordentlichen Rüssel als Nase im Gesicht mit sich rumtrug und phänomenal große Ohren sein eigen nannte. Rein körperlich betrachtet, lief er zumeist auf vier Beinen rum, nicht mehr auf nur zweien. Der hintere Teil davon erinnerte stark an einen Esel, sein Mittelpart an einen haarlosen Affen. Also so gesehen ein deutlicher Hinweis darauf, dass schwarze Magie auch zu Ergebnissen führen kann, die nicht gar so glamourös ausfallen, wie angedacht. Dieser riesige Elefantenmann maß auf vier Beinen schon knappe 5m. Somit hoffte damals jeder in der Stadt, dass er nicht auf die Idee kommen möge, irgendwen von ihnen daheim besuchen zu wollen. Denn über derart hohe und breit auslaufende Räumlichkeiten verfügte eigentlich nur ihr Höchster mit seinem Palast.

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