Alte-Villa-Grau

Alte-Villa-Grau. Stammsitz der Kry. Ganz andere, als die, die man sonst so kennt. Deren Stammbaum in jeder Generation nur winzige dürre Äste trägt und dennoch gehören sie zu den lichten Gestalten jeder Zeit ab dem Jahr des Herrn 444 – die Nachkommen von Kry, dem Nexom, der zur Zeit Attilas, des Hunnenkönigs, mit über den Ural nach Veraij zurückkehrt und an Etzels Hof (Attilas Name im Nibelungenlied) nach dessen Hochzeit mit Kriemhilde von Burgund in unserem Heldenepos als Hildebrand, Dietrich vonBerns Waffenmeister und Weggefährte, der Braut für ihren Verrat an der eigenen Familie den Kopf abschlägt.– Für einen Zeres stellt Verrat am eigenen Blut das schlimmste Verbrechen…. Ehre anzustreben ist das Höchste Gut, der wahre Gott in ihrem Bund. Dem Bund der Riesen, der im Norden Chinas noch heute zuhause ist. Daher kommt Kry im 5.Jhd, der sich in Hildebrand umbenennt, kaum dass er Veraij betritt.

Kry(em) – Ein Abtrünniger der Nexuu aus dem 5. Jhd gründet dieses Geschlecht. Er heißt Kry, deshalb seine Nachkommen „so” nach ihm. Weil er Magie nutzt und die Vakuda ihrer Tage dafür sorgten, dass Fremdgänger niemals ungestraft Magie nutzen können (so wie die Kweijds es tun), entfärbt er sich komplett, wird grau von Kopf bis zu den Füßen, nur seine Augen verbleiben farbig. Sogar richtiggehend leuchtend bunt, goldfarben – zum grauen Gesamtbild gesehen „äußerst bizzar” in seiner Außenwirkung. Weshalb die Kryem in jüngster Zeit dazu übergegangen sind, gefärbte Linsen zu tragen, in früheren Zeiten bewegten sie sich rein in Dunkelheit…

Auszug aus Band 1.4 Symbolismus. “Wo genau befinden wir uns derzeit?- Ich meine nicht die Örtlichkeit – Nordterrasse Alte-Villa-Grau – das kriege ich gerade noch selbst zusammen. Auch ohne mich bewegen zu können…. Ich meine das bezogen auf die Sphäre. Es muss so eine Art Zwischenraum sein, zwischen Helheim und Asgard geklemmt, wenn ich diesen Weltennamen mal eben für die gesamte lebende Seite verwenden darf…. Dass unser weiser Freund Felsnase SimsÁki empfiehlt, unsere Strickleiter wenn möglich nicht auszutesten….— Was erwartet uns am anderen Ende dieser verknoteten Stricke?- Was gibt es gerade noch um uns herum?- Und was ist aus der Villa in der Zwischenzeit geworden?- Man sucht sicherlich nach uns. Vermisst uns. Fürchtet um uns…— Ihr habt uns nur bedingt einen Gefallen getan. Das solltet ihr wissen…. Ihr wolltet helfen, bei einer Sache, die für die lebende Welt ungeeignet erscheint. Dort gegebenenfalls eine mittelschwere Krise auslösen könnte…. Sicher habt ihr damit diese Menschen um uns herum und uns selbst beschützt. Indem ihr uns aus deren Sichtumfeld verschwinden ließet…. Aber der Preis dafür!- Den es uns kostet?- Sag’ mir bitte wie hoch er ist?- Denn ich kann richtiggehend fühlen, wie es mir schon jetzt den Magen deshalb umdrehen will…— Und wie geht es jetzt überhaupt weiter?- Wenn wir wieder auftauchen wollen…. Was sagen wir, wo wir waren?- Wie begründen wir, dass wir ihre Lebendwelt ungeschützt ließen?- Ihnen nicht zur Hilfe eilten, als sie nach uns riefen?- Denn genau das tun sie…. Ich kann sie hören…. Irgendwo da draußen rufen sie nach uns…. Flehen uns an, zu ihnen zurückzukommen. Von wo auch immer in der Welt…. Sie schwören uns zu lieben, bereit zu sein, uns zu verzeihen. Dass wir ohne sie weggingen…. Sie klingen verzweifelt. So, als wäre ihre Not wirklich groß…. Aber wir dürfen nichts tun?!!–…. Ich habe meine kleinen Söhne mit mir genommen, aber meine Töchter, meine Frau und meine großen Söhne zurückgelassen. Und genauso meinen König und meine engen Freunde…. Ich vermisse sie. Suche ständig nach neuen Ausreden für mein Handeln…– Aber was kann ich denn nun wirklich anführen, was es entschuldigt?- Sag’ mir das bitte, Xenos, der Byzantiner, wie du dich mir vorgestellt hast. Sag’ mir, was ich ihnen sagen kann – all jenen, die sich Sorgen machen und da draußen unsere einstürzende Welt ganz alleine zusammenhalten müssen. Ohne uns, die wir uns für Hokuspokus-Zauberkunststückchen beurlauben ließen. Weil wir schlafende Gottheiten aufwecken mussten.— Was für ein Schwachsinnsgrund ist das überhaupt…?!— Und wozu das Ganze?- Was macht mich wertvoller für das Leben um uns als bisher?- Weil ich jetzt goldene Locken am Kopf trage?- Bin ich jetzt wertvoller als vorher?- Weil man sie da nur als strohblond bezeichnen konnte. Habt ihr uns damit einen Weg gewiesen, wie man aus Stroh Gold machen kann??!- Wäre zumindest doch für die Märchenwelt ein fesselndes Abenteuer…”— Degens Worte klingen bitter, auch wenn viel Honig dazwischen durchtropft. Sie stehen einfach so vor ihrer Tür. Die wieder durchsichtig ist. Im Glasanteil. Die Abgesandten der kleinen Leute, wie sie in diesem Haus einhellig genannt werden. In der Mitte Xenos, der Byzantiner, rechts von ihm Pamyrna, ein zauberhaft schönes, blutjunges Mädchen, was einen dennoch aus erfahrenen, sehr erwachsenen Augen ansieht. Die Augen blinzeln in keiner Form. Das blutjunge, zartgebaute Geschöpf aus dem Orient zeigt keinerlei Bedenken dem Manne gegenüber. Egal in welcher Größe und Altersgruppe er ihr begegnet. Sie bleibt die Gewinnerin. Die Entscheiderin, was aus diesem Zusammentreffen erwachsen kann oder nicht. Jedenfalls drückt das ihr Blick aus. Der fest und sachlich nüchtern an seinem Gegenüber hängen bleibt. Diesen nach eigenem Ermessen in irgendeiner passenden Schublade ablegen zu wollen. Und dennoch strahlt sie Freundlichkeit und Wärme aus und deutet mehr als deutlich an, dass sie in friedfertiger Absicht herkommt. Sie dürfte – rein äußerlich betrachtet nicht viel älter als 16-17 sein. Für ihre Altersgruppe ein recht eigenwilliger Auftritt.– Aber wenn die Mädchen in so einer Welt schon merkwürdig anmuten, was tun dann erst die Männer?- Vielmehr die Jungs, denn diese beiden sind jetzt auch nicht wirklich so viel älter – rein nach Außenstruktur bemessen. Aber im inneren Kern dürfte zumindest der mittlere junge Mann ein mächtig weiser sein und genauso uralt, wie diese Begrifflichkeit andeutet. Natürlich ist er nach Südlandenart gestaltet. Dunkel und geheimnisvoll und genauso auch machtvoll, kraftvoll. Dazu noch überaus klug und beherzt. Er stellt sich als Herold der Sulfier vor, im Auftrag ihres Burgherrn hier, den Friedensbund nun auch von ihrer Seite zu bestätigen. In wohlwollender Anerkennung dessen, was Degens Seite mit Degens Sohn Emmy bereits vorleistete…. “Ich soll dich herzlichst von ihm grüßen…. Wobei die eigentlichen Worte noch von direkterer Seite überbracht werden. Ich bin nur die Vorhut…. Tømmermænd, der dir genaueres erzählen kann, wird bald eintreffen.”— Seine Worte für Degen bestimmt.




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