Schatzhauser im grünen Tannenwald

Der gelebte Traum.

Wie Sterne (1.3.1)-Seelenverwandte (xfwerk-2.Auflage)-C-M1-Internet-0720

Auszug aus Band 1.3 Seelenverwandte. Sie fahren nach Wildgutach im Südschwarzwald, ungefähr auf der Höhe Freiburgs liegend, aber tief drinnen im Tannenwald…. Schatzhauser im grünen Tannenwald, bist schon viel hundert Jahre alt. Dir gehört all Land, wo Tannen stehn – lässt dich nur Sonntagskindern sehn.… Nun, das Glasmännlein könnte sich ihnen zeigen. Sind sie doch beide, Leo wie er, geborene Sonntagskinder, wie gefordert. Das kalte Herz, das Märchen von Wilhelm Hauff, das liebte er schon immer. Rosalie Offel, die Geschichtenerzählerin der Familie erzählte ihm so oft davon, dass es schon fast das Erste war, das er mit neu erworbenem Lesewissen sich reinziehen musste. Damals war er 5 Jahre alt und wahrscheinlich schon auch ein niedlicher Bub und Rosalie amüsierte sich köstlich darüber und streichelte und kraulte ihn pausenlos. Ganz liebevoll, so wie es ihre Art war. Genauso wie er es jetzt mit Leo tut. Schon immer fühlte er, dass Rosalie ihn wie einen eigenen Sohn liebte, aber in solchen Momenten wird ihm erst klar, wie Recht er hat.

Das kalte Herz (Wilhelm Hauff). In den Tiefen des Schwarzwaldes, bei den Kohlenmeilern, lebt Peter Munk, ein junger Köhler, der überall als armer und schmutziger Kohlenmunk-Peter bekannt ist. Zurückgezogen wohnt er mit seiner Mutter in einer kleinen Waldhütte. Das Schwelgen und Prassen im Wirtshaus kann er sich nicht leisten. Als er eines Tages, dem Jubel und Getöse folgend, doch in die Wirtsstube tritt, wird er von den betrunkenen Gästen ausgelacht und verhöhnt. So kommt es, dass er immer mehr von Geld und Ansehen träumt. Als er die schöne Lisbeth zur Frau nehmen will, schmerzt ihn seine Armut noch mehr. Nun hofft er auf eine alte Überlieferung, die besagt, dass ein Glasmännchen tief im Wald haust und einem Sonntagskind drei Wünsche erfüllt, wenn es den folgenden Vers aufsagt:Schatzhauser im grünen Tannenwald, bist schon viel hundert Jahre alt, dir gehört all Land, wo Tannen stehn, lässt dich nur Sonntagskindern sehn.“— Kohlenmunk-Peter begibt sich auf die Suche nach dem Schatzhauser in den tiefen Wald. Dieser erfüllt ihm zunächst zwei Wünsche: Besser tanzen zu können als der Tanzbodenkönig der Gegend und immer genauso viel Geld im Wirtshaus in den Taschen zu haben, wie der reiche Ezechiel, verbunden mit einer eigenen Glashütte. Das Glasmännlein sagt ihm alles Gewünschte zu, kritisiert aber, er habe nicht mit Bedacht gewählt. Beim Würfelspiel im Wirtshaus gegen den Geschäftsmann Ezechiel gewinnt Peter nach einer Weile alles Geld. Als er gehen will, bittet Ezechiel, ihm ein paar Taler zum Weiterspielen zu leihen. Er kann einfach nicht glauben, von einem armen Schlucker geschlagen worden zu sein. Peter stimmt zu, stellt jedoch fest, dass seine Taschen leer sind.– Plötzlich fällt ihm wieder ein, dass er sich vom Glasmännlein im Tannenwald ja gewünscht hat, genauso viel Geld in den Taschen zu haben wie Ezechiel im Wirtshaus. Als er seine Taschen lachend zum Beweis offen zeigt, wird er als Betrüger hinausgeworfen. Wütend auf den Schatzhauser rennt der Peter in den Tannenwald, um diesmal dort den Holländermichel aufzusuchen, einen Riesen mit einem Glasauge und einer großen Narbe darüber, von dem erzählt wird, dass er die Herzen der Menschen stehle und durch einen Stein ersetze.– So verspricht er Peter Reichtum und Ansehen im Tausch gegen sein Herz…. Peter willigt ein. Das kalte Herz macht ihn unempfindlich gegen jegliches Gefühl – kein Schmerz, keine Angst, keine Liebe. Nach kurzer Zeit hat er nur noch Geld und Geschäft im Kopf und verjagt nun selber die Armen, wenn er sie beim Betteln sieht. Immer gieriger werdend erschlägt Peter eines Tages seine Frau Lisbeth, da sie dem als alten schwachen Mann verkleideten Glasmännlein, der schwer zu tragen hat und frierend an der Tür steht, aus Gutmütigkeit Einlass gewährt und Wein anbietet. Erst in diesem Augenblick wird dem Kohlenmunk-Peter klar, was aus ihm geworden ist. Er besinnt sich darauf, wer er einst war und wie sehr er seine Lisbeth geliebt hat.– Wieder sucht er das Glasmännchen im Tannendickicht auf und hofft auf seinen letzten, noch offenen Wunsch. Der Schatzhauser verweigert ihm diesen,solange er das Herz aus Stein hat, da er sich lieber hätte Verstand wünschen sollen. Mit einer List bekommt Peter vom Holländermichel sein Herz zurück: Er behauptet vor dem Riesen, sein Herz noch zu haben und somit von ihm betrogen worden zu sein. Als Beweis soll der Riese ihm sein Herz wiedergeben, damit er den Unterschied spüren kann. Empört von diesem Vorwurf stimmt der Holländermichel zu und Peter flieht mit seinem Herz. Jetzt, wo Peter wieder fühlen kann, überkommt ihn der Tod seiner Frau mit Schmerz und Reue. Das Glasmännlein lobt diesen guten Kern in ihm und gewährt seinen letzten Wunsch, alles rückgängig zu machen. Kurz danach hört Peter eine bekannte Stimme, die nach ihm ruft. Als er sich umsieht, kann er von weitem seine Lisbeth erkennen. Zusammen gehen beide Hand in Hand ihrer Zukunft entgegen.

Mit diesem wohlmeinenden Märchen im Herzen verlebt Volker Saalfeldt seine frühen Tage, die ersten 10 Jahre noch ohne Leo Greiff, dann mit ihm zusammen. Beide bemessen sie Liebe und Gefühl als wichtiger und edler denn Geld- und Machtbestreben. Ziehen die kleinen, schlichten, die unscheinbaren Dinge den großen reizvollen vor. Immer im Gedanken an den unglücklichen Kohlenmunk-Peter beseelt, der zwar reich und mächtig wurde, aber arm im Inneren blieb, weil er nichts fühlen konnte und deshalb nicht glücklich sein. Wahres Glück fühlt man alleine im Herzen, nirgend anders. Es fühlt sich warm und freundlich an…. Eben so wie die Hand seines Freundes jetzt, wo er (Volker) hier im Geiste bei ihm (Leo) sitzt.– Als er (Leo) diesen schrecklichen Traum erlebt, war er umgeben von eisiger Kälte und es ängstigt und friert ihn (Volker) noch immer bitterlich, muss er daran denken…– Im Spaß suchen sie oft nach der Tanne, vor die man sich stellen muss, um den Spruch aufzusagen. Beide sind sie der Meinung, man muss nur drei gute Wünsche äußern und schon wird alles gut. Aber die passende Tanne finden sie nicht…. Wobei da, wo sie hinfahren, durchaus passende rumstehen. Alt und eindrucksvoll muss er sein, dieser besondere Tannenbaum…. Wer weiß, vielleicht sind sie heute erfolgreich?- Jetzt, wo sie erwachsen und bereits erfahren sind. Sich vielleicht auch schon in dem einen oder anderen Ding im Leben bewähren konnten?- Volker war schon immer der geborene, überzeugte Optimist und – nebenbei gesagt – auch ein romantischer Träumer, durch und durch…. Wer ihn je näher kennenlernt, weiß vorallem das an ihm zu schätzen…. Seinem Freund Wolfgang erzählt er von der Suche nach der magischen Tanne und auch, dass er, sollte er sich einmal im Leben verstecken müssen und dabei nicht allzu fern von Zuhause sein wollen, würde er sein Abtauchen dafür nutzen, die Tannen im Simonswäldertal genauer zu betrachten. Denn hier musste der magische Ort sein. Auch den Ortsnamen Wildgutach erwähnt er.– Somit hofft er nun, dass der Freund, trifft er nachmittags ein, sich daran erinnert. Sonst weiß keiner wo sie sind. Er sorgt sich, Gerda könnte es dem Betroffenen aus dem Gedächtnis ablesen. Von Wolfgang weiß sie nichts. Lennard wird erkennen, was Wolfgang an Wissen in sich trägt und dies im Notfall nutzen.– Er gibt nichtmal Leos oder seinen Eltern Bescheid und auch vom Projektteam kriegt es nur mit, wer gerade im Luisengraben-8 ist. Dass sie mit ihren Frauen und Kindern und Rolf, dem Arzt und Leos Hund wegfahren, dass Leo sich wieder erholen kann. Denn diesen Albtraum um Leos Zusammenbruch, den kriegen leider alle mit und das Munkeln darüber ist nicht wieder abzustellen.

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