Er kennt sie! Ihre Supergeheim-Pforte!

Zeitgleise – Die urbane Fantasy-Serie aus Deutschland.

»Zeitgleise, ein Fantasy-Drama. Zeitgleise, auf neuen und auf alten Gleisen, in einer vertrauten und doch fremden Zeit« von xento falkenbourg & sohn erzählt von den Zeres, vom AUK der Asen Jahrtausende vor dem Heute und vom Wirken uralter Magie bis rein in die jüngsten Tage. Es erzählt vom Ende der Eiszeit, wie die Welt der Zeres zusammenbricht und wie Düsterwinde und Eiswolken sich in Folge zu Göttern über die Mijnns erheben, aus denen sich die Menschheit Stück um Stück kultiviert. Wie im Zwanzigsten Jahrhundert die Tage immer finsterer werden, bald schon gefühlt gar kein Licht mehr durchdringen will. Aber dann wird der geweissagte Frövjed entsendet und der Überlebenswille und der verbundene Kampfgeist erstarkt von neu. So stark, wie noch niemals angefühlt. Der König der letzten Tage muss nun noch gefunden werden und die Streitmacht der Krieger des Lichts formiert…


Sofienpavillon 1, BB
Teil 1 12,49 €
370 Seiten, ISBN 9783754327876, Taschenbuch, Verlag BoD.de


Sofienpavillon 1, BB (Teil1), Buch Haselnussgeist

Verbundenheit durch Raum und Zeit.
Von der Melodie wahrer Freundschaft getragen.

Buch+Ebook hell - Sofienpavillon 1, BB 2

Auszug aus Sofienpavillon 1, BB.  Mathias benötigt einen klitzekleinen Moment. Vor seinen Augen dreht sich alles… Ein Junge aus der Nachbarschaft weiß über alles Bescheid!! Wirklich über alles?! Die Drachenhufe und selbst Wolly paktieren mit ihm?! Er schleicht schon ewig überall rum und er entdeckt ihn trotzdem niemals auf den Bandaufnahmen? Wie geht denn das?! Wie schafft er es unbemerkt zu bleiben?! Aber doch wenigstens die anderen von der grauen Seite trauen sich nicht mehr rüber! Nun, ich meine, das ist natürlich schon mal gut so weit, erklärt aber nicht den Umstand, dass er, der Junge, von seinen Kameras gar nicht erfasst wird?! – Dass er sich zudem mit Wolly und den Drachenhufen einfach so unterhalten kann, top geheime Informationen austauschen, überfordert ihn, Mathias, grad gewaltig, deshalb streicht er das erstmal alles wieder aus seinem Verstand… Die Dinge, die er direkt begreift, die muss er zuerst abklären: Der Junge weiß von ihrer geheimen Pforte!! – Nur Degen, Stefan und er, als ihr Sondereingeweihter, sollten darum wissen. Stefan wendet sich an Degen, als er 1972 über seine genialen Ingenieure stolpert und mittels ihrer beschließt sich Projekt Blau als Subunternehmen anzugliedern. Das Ganze als Supergeheimkonzept… Von Projekt Blau hört er via Zufall. Seitdem versucht er mühsamst nähere Informationen darüber zu erhaschen. Immerhin agieren die direkt in seiner Nachbarstadt. Komplett getarnt in einem Landgasthof und nebendran stehenden Einfamilienhäusern aus den Dreißiger bis Fünfziger Jahren, keine acht Kilometer von ihm entfernt. Gar nichts wo du auf technisches Geniepotenzial tippen wolltest. Aber dieser Leopold Greiff erschüttert die Preimuk-Etagen Karlsruhe-Knielingens wohl bereits, seit er dort anfing. Und dann ging es 1968 so richtig los und Stefans Ohren, Nase und Augen, die schon für damals gesehen alle Nachrichtenwelt aufsaugten, tief inhalierten, klebten an jedweder Nachricht fest. Preimuk wäre natürlich ein idealer Partner, wollte man es mit der amerikanischen Forschungsarbeit im digitalen Sektor aufnehmen. Ein geniales Ingenieurteam wie Greiffs um ein bis zwei Features in eigener Sache ergänzen zu können, wäre ganz eine Spielart nach seiner, Stefan vGs, anspruchsvoller Kindsnase… Und da begegnen ihm kurz nach der Bekanntschaft mit Ruppert Wilmers und Söhnen im Sommer 1972 die Ingenieure Laurent Bonnet und Lafayette Turner in der technischen Unibibliothek Karlsruhes. Beide deutlich ärgerlich. Ein Technikerkollege verpatzte ihnen ein Bewerbungsgespräch. Er stahl ihnen komplett die Show und jetzt haben sie überhaupt keine Lust mehr selbst noch vorzusprechen. Der Personalmann ist echt gruselig! Vorgaukeln lässt er sich nichts und seit Jahren nimmt er eh keinen Neuzugang mehr ins Projekt auf. Die sind längst vollzählig, heißt es, eigentlich darf man von denen auch gar nichts wissen und-und-und. Jedenfalls sprengt an diesem Tag ein anderer Bewerber den gordischen Knoten und seitdem ist dieser ewige Mufflon-Personalmann gar nicht mehr gewillt, irgendwem eine Chance zu geben, blablabla… Stefan hört sich das Gezetere und Gejammere eine Zeitlang an, bis er es näher wissen will. Und na ja, seine jungen, so unschuldigen grünen sanften Augen überzeugen auch diese jungen Herren, dass man sich blind fallen lassen kann. Sie vertrauen ihm allerlei Informationen über Projekt Blau an, das derzeit rein mit Samthandschuhen von der technischen Insiderszene Europas berührt wird. Sie schwärmen derart intensiv und weisen physikalisches Detailwissen auf, wie er es bislang noch niemals irgendwo aufschnappen konnte. Stefan arbeitet rein professionell mit solcher Flüsterkunde, kennt die gewieftesten Schnüffler im Umfeld und kann sie sich leisten… Aber dennoch ist vieles von dem, was er hier erfährt, gänzlich neu für seine Ohren. Er weiß sofort – rein innerlich aufgrund von Nasejucken – dass er die Information über diese Bekanntschaft auch vor Robert streng geheim halten muss. Also quartiert er die beiden Männer auf die Schnelle in einem weit entfernt liegenden Gasthof im Nordschwarzwald ein. Beim Schäkelwirt im Kratzbaum in Kinzelsau. Und gebietet ihnen still zu halten, bis er sein Refugium soweit absichern konnte, dass er sie in seiner direkten Nachbarschaft besuchen kann, ohne Aufmerksamkeit auf sie oder sich zu lenken… Letztlich bietet er ihnen gar nichts weiter an. Keinen Arbeitsvertrag oder Ähnliches, sondern hält nur gekonnt ihre Neugierde unter Spannung, praktisch am Dauerpendeln, sich wild Kreiseln, dass die beiden nichts anderes mehr im Kopf haben, als auf ihn zu warten, dass er sie aus der Deckung in neue geheime Gefilde abkommandiert… Verspricht Stefan doch eins ernsthaft: Sie würden künftig mit Leo Greiffs Projektteam zusammenarbeiten. Als seine, Stefans, Ingenieure, als künftiges Aushängeschild seiner Firma, die es derzeit mehr auf dem Papier, denn tatsächlich in lebendiger, atmender Form gibt. Aber sie, die technische Tochter LLpro, wird nicht wie das Mutterunternehmen als Investmentfirma agieren, sondern rein als technische Entwicklung dort die Nase reinstecken, wo es brisant am Markt zugeht. Technische Erneuerung, Datensicherung, Bürokommunikation, Erneuerbare Energie. Stichworte, die derzeit viel Aufmerksamkeit auf sich lenken. Im März 1975 wird daraufhin der InCo – IndividualComputer – gekürt, im Februar 1977 folgt die handliche Fassung mit dem Bontur, der seinen Namen, wie der Firmenname LLpro, den Ingenieuren verdankt: Laurent Bonnet und Lafayette Turner. Im Park erfährt niemand davon. Preimuk AG Unternehmensbereich Versorgungsenergie – UB V – kassiert den Ruhm, wie zuvor mit allen Teamspielern abgesprochen. Stefans LLpro erhält Anteile an der Gewinnausschüttung, die sich gewaschen haben, zudem alle drei Traumspieler Preimuk-Aktien. Seitdem ist für ihn vieles möglich: Investitionen, Sponsorings, Firmenbeteiligungen, die Stefan für sich sicherstellt, die Gelder locker entspannt aus dem Ärmel schüttelnd, die Sam Melzer und später Phillip deNeuve und Wigge Garner sich nie richtig erklären können und der Staatsanwalt und Notar Ulf Mattes nur dahingehend näher beziffern könnte, da er ab und zu Stefans Unterschrift bestätigt… Als Rainer Rückert im Dezember 1972 Stefans Haushalt an Sam überträgt, sorgt Stefan dafür, dass Degen ihm hilft eine Geheimpforte zum günstig liegenden Nachbargrundstück in Balg anzulegen. Was erstklassig gelingt und ab da Stefans Wunsch im Büro »ungestört zu bleiben, außer er bittet um Störung« im Nachhinein verständlich macht. Um dies abzusichern, zieht er in ein kleines Büro gegenüber, überlässt Sam den Billardraum und führt Ohrstecker zur Kommunikation ein. Sein neues Büro ist gut an sein Geheimgangnetzwerk angebunden. Wandbreiten, dicke Decken und Fußböden sinnbringend genutzt. Schon zuvor leitet er auf diesem Weg Wärme weiter und garantiert Frischluft. So richtig im Edgar-Wallace-Stil angelegt, samt Kerzenhalter, den man umlegt, um gleichzeitig mit dem Fuß wippend Schwingung zu erzeugen, Bilder an der Wand, die man sinngebend streichelt, fantasievolle Türöffner, die sich nur ein wirklich begabter Fantast so leicht ausdenken kann. Schon gelangt man unbemerkt zum Austrittspunkt Ost- oder Südflügel, von wo aus man relativ einfach und ungeniert an gezielt gepflanzten Staudenbüschen, dichten Sträuchern und Bäumen vorbei zu den Ställen rüber schleichen kann, daran vorbei hinter die Rennbahn gleiten und im toten Winkel einer ansich sinnlosen Ecke in der Mauer raus aus dem Parkgelände schlupft… Degen schafft es instinktiv die mystische Schutzwirkung ihres Mauerwerks auf das Nachbargrundstück in Balg auszudehnen, den Vrallyser-Schutzmantel der Mutter darüber auszubreiten. Ein typisches Haus in Balg, in das Stefan die Ingenieure einquartiert und ab da mit ihnen zusammen tüftelt und werkelt. Zu den Teambesprechungen fahren sie gänzlich unauffällig am Abend zur Essenszeit. Gelten recht bald als Genießer aus Baden-Baden, die sich in die ausgefallene Küche des Rastatter Lokals verliebt haben. Man mutmaßt sie als schwules Liebespaar und das sind so einige Stammgäste des Lokals Canis Falkenstein und zudem seine Inhaber Leo Greiff und Volker Saalfeldt… Erst jetzt, wo er diesen gesamten Gedankenstrang abgearbeitet hat, kann Mathias sich mit diesem Teil »er kann das graue Schattenmonster sehen« und dem ganzen Rest auseinandersetzen… Manuel hat längstens aufgegeben, eine direkte Antwort von ihm zu bekommen. Jedenfalls wartet er mit Engelsgeduld darauf, dass Mathias irgendetwas sagt. Ganz egal was… (Mathias) „Er weiß somit deutlich mehr über mich, als umgekehrt. Wollte ich anmerken, würden wir von Personen sprechen und nicht von Pferden… Ich glaube, das verdaue ich so schnell nicht, dass mir dazu eine passende Antwort einfallen könnte. – Wer außer dir im grauen Garten weiß von diesen Dingen?! Bitte, sag‘ es mir?!“ – Ist alles, was ihm dazu einfällt und das sollte er besser nicht so offensiv laut rausbrüllen: Dass er sich vor der Antwort fürchtet! Konnte der Junge diese Sache mit Donna und ihm erfahren, könnten das auf vanGeußen-Seite auch noch ganz andere wissen. Vor allem an Robert denkt er, der wahrscheinlich noch immer eine gewaltige Wut gegen ihn im Magen rumträgt. Keiner von denen dürfte großartig Respekt vor ihm haben, entdecken sie ihn. Jetzt. Er befindet sich somit unmittelbar in Gefahr, so hilflos armselig wie er grad drauf ist… Deshalb ist der Junge so besorgt?! Er hat Angst, seine Seite könnte ihn, Mathias, hier finden?! … Aber er schlich sich auf diese Parkseite – hinter die Brombeersträucher – dass keiner von seinen Leuten ihn aufspürt. Er erträgt es nicht mehr so angeschaut zu werden. Wie ein waidwundes Tier, bei dem man nicht weiß, wie man sich ihm am besten annähern kann, seine Hilfe anzubieten. Ohne von ihm gebissen zu werden, getreten, geschlagen… Sie wissen alle wie stark er ist und deshalb behandeln sie ihn jetzt wie eine angeschossene Wildkatze, die man lebendig braucht und deshalb nicht erschießen kann. Ein brodelnder Vulkan, der ihnen allen mächtige Angst einjagt. Schaut er sie direkt an, versuchen sie sofort auszuweichen. Dass nicht sie es sind, die das Fass zum Überlaufen bringen… Keiner will der Schuldige sein, geht es noch weiter abwärts. Dass es Donna leidtut, weiß er längst. Aber er weiß nicht, wie er ihr sagen könnte, dass das alles gar nicht ihre Schuld ist, dass es ihn so fertig macht… Nicht das Körperliche. Das war klar ihre Schuld und wahrscheinlich hat der Junge recht. Dass sie sich nicht vorstellen konnte, dass ein derart starker Mann so verletzlich sein könnte… Sie ist gut in ihrem Job als Kanzleigehilfin Jusches, der Opfer vertritt. Nur die, exklusiv… Gedemütigte, Geschlagene, Getretene, Gewaltopfer aus sexuellem Hintergrund. Tagtäglich kommen unterdessen neue Klienten aus dem gesamten süddeutschen Raum bei ihnen an. Und seine Kanzlei – vGR Kanzlei für Opferrecht – existiert in dieser Form erst seit Anfang November… Wahnsinn! Wie sehr sich Donna da immer als tröstende Seele einbringt und dann tut sie ihm das Gleiche an, was sie anderen Gewalttätern keinesfalls verzeiht?! Logisch war ihr nicht klar, dass er dabei zum Opfer würde!! Hätte sie das begriffen, wäre es nie passiert. Donna ist kein Monster, nur geil. Aber mit dieser Ausrede versuchen es oft Straftäter dieser Kategorie und kommen nicht durch. Nicht, vertritt Jusche das Opfer, steht somit unmittelbar hintendran.

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