Ein klein wenig Respekt vor dem Unbekannten

Auszug aus Band 1.5 Stenka Biedermann. Um nochmal kurz auf Loki und sein Äffchen zurückzukommen. Der ist in der Welt der Gowinnyjen vergleichbar mit der Geschichte um den Nikolaus oder auch Knecht Ruprecht genannten, der allen unartigen Kindern und Eltern am 6. Dezember den Hintern stramm zieht und die Artigen mit Naschwerk beschenkt…. Da die Märchenwelt im Lande der Gowinnyjen nochmals deutlich blutiger ausfällt, wie selbst die Originalfassung der Gebrüder Grimm, gibt es für Loki als Werkzeug gegen die Bösen in seiner Welt einen Thantos, den Vollstrecker. Und vor dem sollen sich alle gar schrecklich fürchten und nicht gar so viel Mist bauen, wie es Gowinnyjen nochmal etwas leichter fällt, als dem Mensch. Und wenn alles nichts hilft, wenn du also uneinsichtig bleibst, dann musst du Midgard, die Welt des Menschen verlassen und fortan in Shijtarrheim leben, wo du lebenslang unter Arrest gestellt bleibst. Also für Charyquekinder gibt es noch Zauberinseln im Nordmeer auf die sie sich angeblich zurückziehen könnten, aber nun mal ehrlich?- Wer glaubt denn an solchen Kram?– Und für Xandews soll es Schattenwelten – Burgen – geben. Aber um da die richtige zu erwischen, musst du schon mal wissen zu welchem Völkchen du überhaupt gehörst und dann müssen die dir dort freiwillig die Tür öffnen. Denn diese Wandelwelten, wie man sie auch noch nennt, sind magisch und unsichtbar. Du kannst praktisch mitten durch sie hindurchlaufen ohne sie zu bemerken. Und wenn du gar noch an der falschen Tür angeklopft hast?- Himmel!- Also diese Ursprungsschwarzbären sollen auch nicht unbedingt die aller freundlichsten sein…– Ja, ja, es gibt in allen Welten ausreichend Materialien die kleineren Kinder zur Artigkeit anzuhalten. Bei den Menschen sind es große Männer mit schneeweißen langen Bärten und Renntier-Schlitten, im roten Bademantel zur Weihnachtszeit und zu Ostern freundliche Hasen mit Pinseln in der Hand, die fleißig Eier bemalen und laut Filmen mit James Stewart auch riesengroß sein können, aber noch immer weiß sind, mit langen Ohren und da heißen sie dann konsequent Harvey und bleiben zumeist unsichtbar…. Ja!- Natürlich. Und es gibt die Zahnfee, die Geschenke bringt, wenn du deine Zähne unter dein Kopfkissen steckst und-und-und…. Warum ein so großer Junge wie Mikosch – er mag ja noch sehr jung aussehen, aber bei dem, was alles in seinem Kopf durchrauscht, ist das wohl kaum möglich – noch so konsequent an Ammenmärchen glaubt, ist schwer nachzuvollziehen. Im Mai des gleichen Jahres gab es ja schon gewissermaßen katastrophale Umstände im Park, die – falls es einen Loki geben sollte – doch diesen sicher aufgefordert haben würde, sich hier einzumischen und für Ordnung zu sorgen. Nun, wie wir wissen, er kam nicht…….. Nein. Er blieb unsichtbar. Genauso unsichtbar wie große weiße Hasen, Zahnfeen und Weihnachtsmänner…. Sie alle gibt es nicht und was wir da unseren Kindern zum Trost erzählen ist alles reine Märchenwelt. Es hilft uns Großen die Kleinen in unser soziales Netzwerk zu integrieren. Ihnen Vernunft einzuhauchen, wenn Mahnung nicht weiterhilft. Ein klein wenig Respekt vor dem Unbekannten schürend…. Aber trotz aller Geschichten darum werden auch weiterhin Grabmäler geöffnet, Mumien in ihrer Ruhe gestört und Dracula liebt es noch immer sich spät in der Nacht in eine Vampirfledermaus zu verwandeln und mit hageren langausgestreckten Fingern an Mauern Schatten zu werfen. Ja, ohne unsere Schauermär wäre die Welt doch nur halb so bunt, wie sie ist!- Oder etwa nicht?!

©xento-falkenbourg (xfwerk) – Jugendliche ab 16 / Erwachsene, je Teilband ca. 240-300 Seiten
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