Ein Artikel in der Newsweek

Zeitgleise Auf neuen und auf alten Gleisen, in einer vertrauten und doch fremden Zeit

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Zeitgleise-1.6.2-Sofienpavillon-1-BB-xfw1.Auflage-B-LP

Australien, am anderen Ende der Welt


Auszug aus Sofienpavillon 1, BB. Zurück zu Samstag, 16-03-1991, frühe Morgenstunde und Molina Sorrensz, dem Piloten aus dem Park, der grad westlich von Newcastle Waters zur Landung ansetzt. Auf seinem Copilotenplatz neben ihm sitzt Sharif Bernbaas, einer der geretteten Seelen aus der Dienerschaft des Alten Graf, als Manuel Brückner bei den Brombeerbüschen im Februar 1978 Mathias Breuer um Hilfe bat und ihn im Gegenzug mit seiner Suppe vergiftet. Sharif wird gleich bei Ankunft im Februar von Wilhelm Bohlen als Vormund juristisch vertreten und als im Mai geplant ist, den neu firmierten William Bernbaas dauerhaft einzuquartieren, von diesem adoptiert. Als William mit Christian den Park wieder verlässt, bleibt ja die offiziell getrenntlebende Ehefrau Bettina zurück und diese übernimmt auch diesen Sohn in ihre Obhut; zu Lenz, Erik Zöller, Mathias Breuer, Manuel Brückner, dessen Nennbruder Faydal, Gelja Svetlana Kusminowa, Oli Kölmel, Theresa, Nina, Nadja, Bea und Wigbert Garner noch mit oben drauf. Theresa erhält damit noch kurz vor ihrer Eheschließung mit Stanislaw Koroljow den Familiennamen Bernbaas angehängt. Wo sie doch seit 1972 vom Park aus mit falschem Ausweis lautend auf Theresa Schmitt über die Grenzen huscht und keiner stört sich dran… Aber mit Williams Ankunft im Park wird erstmal gründlich aufgeräumt! Bea wird flugs von Wigbert Garner geheiratet und erhält damit seinen Nachnamen, eigentlich auch ein falscher, aber was soll‘s, Nadja findet für sich einen russischen Galan namens Juri und existentem und ehrbarem Nachnamen und Nina wird wie erwartet von Hanjo an dessen Nachnamen Freytag festgezurrt, den sich sogar die schusselige Nina irgendwann merken kann. Sharif Bernbaas nun also im Sturmgepäck Molina Sorrensz mit drin. Wobei Molina die Befehlsgewalt innehat und nicht Sharif, der doch eigentlich der ältere der beiden ist… Man kennt Sharifs Temperament, traut ihm vorsorglich nur bedingt über den Weg. Möchte man doch vermeiden, am Ende von Australien den Krieg erklärt zu bekommen, nur weil man diesen ungestümen Schwarzwuschel da unbeaufsichtigt runterließ. Und Sam hat auch grad gar keine Zeit ihn ausführlichst zu instruieren. Der einzige Vorsorgeplan, der bislang half… Allerdings erklärt niemand Molina diesen Punkt mit der Befehlsgewalt näher und somit ist der völlig unvorbereitet, als die ungesicherte Granate in seinem Gepäck plötzlich ohne Vorwarnung hochgeht. Unterdessen sind alle Schwarzbären des Parks enttarnte, geoutete Gowinnyjen-Krieger, bestens ausgebildet ihre ureigenen Kräfte zu nutzen. Somit ein jeder für sich betrachtet wenigstens doch eine kleine bis mittlere Handgranate, wenn nicht noch einiges mehr. Jedenfalls sind Schusswaffen für wahr nicht mehr notwendig, solide Kampfkraft zu garantieren. Was für Sharif in jedem Fall gilt. Er ist ein urstämmiger Lenäer, hitzeresistent, leicht explosiv, unwahrscheinlich wissbegierig, ein Präzisionsschütze, egal mit welchem/r Kaliber und Waffe und eigentlich nur durch Eiseskälte, gut durchdachtem Überraschungseffekt und noch schnelleren Bewegungen unter Kontrolle zu halten. Wobei Molina laut Geburt ein schlesischer Konar ist und somit als Kampfvirtuose schlechthin gilt. Eine Bärengestalt, dazu überzeugend dominant, stur und durchsetzungswillig. Schließlich obliegt ihm der Oberbefehl. Die Geschütze der beiden somit formiert, als sie den sandigen Boden nahe des Dorfes Newcastle Waters betreten und Molina im Dorf selbst sofort eine Autovermietung aufsucht, sich einen geländetauglichen Wagen zu besorgen und Sharif derweil den Auftrag erteilt, sich dezent umzuschauen und vorsichtig Erkundungen einzuziehen, ob hier in der Gegend ein besonders weißblonder, ausgefallener Bursche mit strahlendblauem Blick irgendwem aufgefallen ist… Molina will mit dem Leihmobil derweil rüber zu den Felsen fahren, im Osten des Städtchens, wo der Reporter der Newsweek die ausgefallene Gedenktafel seiner Tage entdeckt. Molina setzt seinen Plan sofort in die Tat um. Beide halten ihre vG-Ohrstecker und zugehörigen Handmodule einsatzbereit und haben noch ein paar Ersatzsets einstecken. Die zwar nicht bis nach Europa funken, aber innerhalb dieses Kontinents doch ausreichend weit und unterdessen auch durch massives Gestein hindurch… Somit macht sich Molina keinerlei Gedanken, was Sharif im Dorf in der Zwischenzeit anstellen könnte. Er glaubt auf Empfang zu sein, reicht vollkommen aus, die Unbeständigkeit von Sharifs Temperament unter Kontrolle zu halten. Weit gefehlt!

©xento-falkenbourg (xfwerk)
ab 16 / je Teilband (Buchdruck 13,5×21,5) ca. 340-450 Seiten
Buch und/oder eBook bei BoDTwentysixAmazonThaliaNextory
eBook und PDF (downloadlink), Buchlayout (2seitig)/Medienlayout (1seitig)
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Kontakt: xento@falkenbourg.de  (xfwerk, fürth)

3 Kommentare

  1. dieser Bohlen scheint echt ein richtig netter Kerl zu sein
    Kaffeetrinker mit Tiefblick…. das ist doch mal was

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