Ein Arrangement von Büschen

Wie Sterne (1.1.1)-Symphonien in blau (BoD-2.Auflage)-C-M1-Internet-0770

Auszug aus (1.1) Symphonien in blau. Durfte man diesem Schauspiel beiwohnen, fragt man sich spätestens hier, ob man nicht minimal übertrieben hat, was die Gefahrenstufe betraf?!- Marmaduke macht aus dem gefährlichen Angriff ein Possenspiel. Wenn Fedors Männer, die die Eingänge sichern sollten, nicht tot in den Büschen lägen, müsste man sich glatt dafür schämen, Angst gehabt zu haben…. Die Männer Fedors sind aber wirklich tot. Zwei pro Eingang. Gute Leute und dazu ergänzend Überwachungsmonitore innen. Andreij bemerkte bei Übernahme seiner Schicht, dass etwas nicht stimmt…. Die Tarnung des Angriffs war perfekt inszeniert. Keiner innerhalb der Burgmauern bemerkt etwas, bis Andreij den Alarm ausruft…. Als Fedor zeitgleich seine Streithähne in den Gullischacht reinzwängt. Da sind die Wächter des Gullischachts bereits tot. Selbst Fedor merkt nicht, dass die beiden Männer, die er wahrnimmt, gar nicht seine eigenen Leute sind. So perfekt geben die sich aus…. Fedor bemerken sie nicht. Er kennt seine Burg genau und weiß wie er auch an seinen eigenen Wachen vorbeischleichen kann. Was er in diesem Fall tut, um den Umstand noch etwas länger geheim zu halten, dass Oles Mutter einen Freund mitgebracht hat und zudem schwer betrunken und zugedröhnt ist. Zwei Dinge von dreien, die niemand zu wissen braucht. Die dritte Sache würde alle Aufmerksamkeit auf sie lenken und damit die anderen Dingelchen ebenfalls sichtbar machen. Deshalb schleicht er sich unsichtbar rein und überlebt. Samt seiner beiden Streithähne. Was vielleicht andernfalls schief gelaufen wäre….. Die Polizei kommt bald schon vorbei, die Gefesselten zu offiziell Festgenommenen zu erklären. Der bereits in die Geschehnisse involvierte Ermittler von der Bandenkriminalität nimmt seinen finsteren Zwillingsbruder mit sehr tiefen Stirnfalten und besorgtem Gesicht entgegen. Wahrscheinlich wissen die Eltern der beiden bisher nichts von der Tunichtgut-Seite des einen Sohnes. Jedenfalls könnte man die Stirnfurchen gut so deuten…– Die Kontakte nach Bonn konnten unsere Mannen retten. Das verdient schon mehr wie nur ein bloßes Dankeschön.— Aber das Desaster ist noch lange nicht rum. Was Marmaduke, kaum dass sie drinnen sind, mitteilt. Das war nur ein Vorspiel, verkündet er. Die Eingänge mit alternativer Mannschaft zu besetzen sollte Fedor klarmachen, dass er keine Handhabe gegen sie hat. Dass sie alle seine Geheimnisse kennen…. Was sie wollen, das kriegen sie auch – Marmaduke riecht Siegesbewusstsein hinter der Tat, aber nicht den Strohmännern, die er ausgeschaltet hat. Das waren nur Söldner derer, die tatsächlich dahinterstecken. Seines Erachtens wirklich böse Buben.– Sergeij, ihr Adler, und alle anderen da draußen, müssen verdammt gut aufpassen. Es gibt noch weitere gestellte Fallen. Er kann es fühlen…. Schon ist er mit 12 Mann aus Fedors Truppe unterwegs, seinem Kumpelbruder Laslo zu helfen. Andreij kann mit Aljoscha und Svetlana eine Warnmeldung an Lew absetzen, der feste Zielpunkte hinterließ, wo er überall hinwill. Denkwürdigerweise sind aber praktisch alle Telefonapparate bereits verwaist, als es in der Burg losgeht…. Sie büßten ihre Besitzer ein, überantworteten sie in Lews Hände…. Aber am Ende erreichen sie doch noch eine schwangere Frau, die auf den Abholdienst wartet.– Andreij kriegt Lew selbst an die Strippe und erklärt schnell, dass Lew mit all seinen Leuten unsichtbar bleiben muss und sich ausschließlich von Süden der Burg annähern darf. Von dort wird keiner erwartet. Aber er muss erstmal beobachten und auf Fedors Zeichen warten, dass alles in Ordnung ist.– Eine Art Fahne, die innerhalb der Burg hochgezogen wird und draußen klarstellt, dass alles gut ist oder eben nicht. Die Fahne ist natürlich keine. Sonst würde sie den versteckten Standort offen legen. Es ist ein Arrangement von Büschen und Bäumen, deren Anordnung gewisse Botschaften sendet. Die Pflanzen stehen in großen Kübeln eingetopft auf beweglichem Untergrund, können arrangiert werden, wie man es benötigt. Dennoch wirkt es am Ende wie natürlich gewachsen. Die Pflanzen selbst sind vollkommen unauffällig, die du normal gar nicht groß bemerkst. Sie senden darüber Botschaften aus wie…. Essen fertig. Komm‘ rein!– Alarm!- Bleib‘ in Deckung!– Alarm!- Komm‘ zügig rein!– Besuch. Halte dich bedeckt!– Freunde an Bord. Party angesagt!– Lew wartet letztlich irgendwo im Süden, dass das Essen fertig ist und er mit seinen begleitenden Familien samt Zubehör reinschlupfen kann. Wen man bisher noch nicht erreichen konnte, ist Sergeij mit seinen Begleitern. Streng genommen könnten sie alle zu diesem Zeitpunkt bereits in den Händen ihrer Angreifer sein. 

©xento-falkenbourg (xfwerk) – Jugendliche ab 16 / Erwachsene, je Teilband ca. 240-300 Seiten
Buch und eBook – Books on Demand Norderstedt (BoD.de), AmazonThalia uvm.
PDF (downloadlink), Buchlayout (2seitig)/Medienlayout (1seitig) über
https://falkenbourg.de/shop/ 
Kontakt: xento@falkenbourg.de  (xfwerk, fürth)

Wie Sterne in der Nacht Huhn1

16 Kommentare

  1. super lässig klappt das!
    es versteht zwar keiner so genau was ich sagen will,
    aber alle kapieren, dass ich was sagen will….
    jedes Mal, wenn ich auch nur einen meiner Töpfchen
    geringfügig verschiebe…..
    Das glaubst du nicht, wie die da alle drauf reagieren!
    Als würde ich pausenlos Kopfschmerzen haben und
    man müsste mir empfehlen zum Arzt zu gehen….
    Ich könnt mich wegschmeißen, was ich in letzter Zeit
    an bizarren Anrufen bekam!
    nur weil ich meine Blumen gegossen habe…….
    und kleine Geschenke gabs zudem ohne Ende……

  2. Probiere ich jetzt mit meinen Topfpflanzen nachzubauen….
    “Lasst mich in Ruhe!”
    “Hab Bier Zuhause”
    “Bringt Bier mit”
    “Mag heute lieber Rotwein und Sinnliches”
    “Lust auf gemeinsames kochen? Aber du must einkaufen gehen…”
    … und Weiteres in der Art.
    Bisher üben wir noch,
    aber die ersten haben schon freiwillig Bier mitgebracht.
    Somit kann ich nur sagen: Es klappt!
    Danke Xento für den tollen Tipp!

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