Derweil nicht von Interesse ?!

Wie Sterne (1.1.2)-Symphonien in blau (xfwerk-2.Auflage)-C-M1-Internet-0720

Auszug aus (1.1) Symphonien in blau. Magie liegt in der Luft. Aus seinem langen Winterschlaf erwacht. Schwängert unsere Atmosphäre, kriecht unter Grashalmen, zwischen Bäumen, Sträuchern, unter Straßenasphalt und Gebäuden hindurch, breitet sich unterschwellig beharrlich in jedweder denkbaren Ecke unserer kleinen so beschaulichen Welt aus. Wohnt hinter der Tür des nächsten Nachbarn, gleich nebenan. Sitzt genauso ein Stück weiter beim befreundeten Familienvater mit am Esstisch und selbst der hilfsbereite Hobbygärtner in der Straße weiß Geheimnisse zu wahren…. Und dennoch: es ist nicht jedem bewusst. Vielmehr überhaupt groß bekannt und gleichsam überhaupt derzeit von irgendwelchem Interesse?!- Und Dinge, von denen man weder ahnt noch weiß, konnte der Mensch schon immer fantastisch zur Seite schieben. Unbeachtet in der Schublade ruhen lassen. Bis diese halt doch mal zu arg wurden. Nun ja, die letzte mannigfaltige Reaktion auf solcherlei Ding war die Inquisition. Derart blutgeschwängert und grauenerweckend, dass man allseits froh darum war diesen Zeitabschnitt am Ende seiner Tage wieder verlassen zu können. Dass damit das Problem an sich nicht mal im Ansatz gelöst war, wollte man genauso wenig wissen, wie, dass man zu grausamen Folterungen an Unschuldigen aufgerufen hatte. Nichts von all dem betraf die, die mitten drin steckten, den Hauptanteil der Tragödie vom Zaun brachen. Sie wuschen ihre Hände Pilatus gerecht in Unschuld und lebten weiter wie zuvor, als es noch keine mutmaßlichen Hexen und Dämonen in der Nachbarschaft gab, die man bekämpfen musste. So einfach ist des Menschen Denken ausgelegt. Beschäftige ich mich mit einer Sache, wird sie wichtig. Wende ich mich anderen Hobbys zu und genauso alle anderen um mich herum, wird diese eine noch ebenso wichtige Sache mit einem mal wieder bedeutungslos. Zeitgleich steigt diese neue Sache in Höhen des Interesses auf, wo es einem wahrhaft schwindelig werden kann. Derweil wird alles andere gefährlich-wichtige-brisante-unberechenbare beim nächsten Frühjahrsputz gründlich aus sämtlichen vorhandenen Ecken gefegt, gewischt, nachpoliert und gerät zusehends in Vergessenheit. Außer, es war tatsächlich so derart schrecklich, dass das mit dem vor-die-Haustür/unter-den-Teppich kehren nicht klappen kann und rechts wie links stürzt sich gezwungenermaßen gleichsam darauf und sucht nach einer Lösung. Und na ja, ein paar direkte Verantwortliche finden sich immer und damit kann man es erneut zur Seite schieben und sich trendigeren Themen zuneigen. Die Inquisition samt ihren Tätern landete genauso in den Geschichtsbüchern und wurde für den aktuellen Alltag beflissentlich verdrängt, wie der Massenmord an Andersgläubigen im aktuellen Jahrhundert. Alles lässt sich bereinigen, denn Pilatus gemäß reicht es ja vollkommen aus sich hernach gründlich zu waschen. Dass man den, der tatsächlich reinwaschen konnte, zuvor geköpft hatte, versiegt im Ausguss.– Nächstes Thema. Was war das doch gleich wieder?— Nun, nebendran stehen immer Dankbare bereit, die damit wieder richtig loslegen können. Mehr oder weniger im gleichen Stil wie zuvor zuschlagen, korrumpieren, übervorteilen, morden, plündern, ausbeuten, vergewaltigen…. Es hat sich nichts wirklich verändert. Der Mensch bleibt verwegen, gierig und tendenziell abgrundtief finster. Machtgierig. Ichbezogen. Grausam. Tödlich für all seine erklärten Gegner. Wer die gerade auch immer sind.— Natürlich gilt selbige potenzielle Grausamkeit und Erbarmungslosigkeit auch für andere Wesen. Für solche aus dem Ursprung des Menschen erschaffene und genauso für solche, die von ganz woanders bei uns strandeten. Manche dieser Anderen zeichnen sich aber auch mal gegenteilig gut aus, manche gar als besonders gut und nochmals dritte als die Besten der Besten. Es gibt auf beiden Seiten so viele Nuancen, dass man sie unmöglich alle nebeneinander aufstellen könnte. Da würde der Umfang unseres gar nicht so kleinen Planeten nicht ausreichen, egal welche Zickzackfassungen von nebeneinander uns dazu einfielen. Solcherlei bleibt bodenlos, unergründlich, haltlos und derart flexibel, dass man schon dadurch bedingt, dass man sich der Sache widmet, neue Varianten gebiert…. Zusammengefasst: Egal wo immer du hinschaust, du wirst alles in jedweder Form vorfinden können. Und die Lichten darunter sollte man fördern wann immer man kann und so gut es geht. Denn sie stellen das Besondere, das seltene Element. Die goldenen Seiten unseres Daseins. Selbst wenn sie grau ausfallen. Unwichtig. Wenigstens erhielten die Grauen nicht auch noch goldene Augen, wie ursprünglich im Fluch der Vakuda eingeplant. Wir erinnern uns, dass sich einer der Ursprünglichen im Falle dessen einmischte und der stand nicht auf güldene Augen?!- Irgendwie gut verständlich. Im Jahr 444 tat man sich mit Kontaktlinsen noch schwer und Ray Ban hatte seine trendige dunkle Sonnenbrille noch nicht erfunden….– Heute schreiben wir das Jahr 1972. Nicht so weit abgelegen von sichtbarer Magie und spürbaren Bodeneruptionen, die zumindest einige wenige in unserer Zeit wahrnehmen können. Aber es werden noch mehr. Immer mehr, denn der Frövjed, der die Welt verändert, ist nun schon 7 Jahre alt. Und das 7. Jahr löste schon immer markante Erschütterungen aus, die sich Arglose in dem Ausmaß gar nicht vorstellen können.

©xento-falkenbourg (xfwerk) – Jugendliche ab 16 / Erwachsene, je Teilband ca. 240-300 Seiten
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