Der Weg, der ständig neue Abzweigungen sucht

Auszug aus (1.1) Symphonien in blau. Stefan zieht viele seiner Urenergien aus Gedankengut wie der Wandervogelbewegung(1) samt begleitenden Liedtexten, nicht zuletzt in der Mundorgel wiedergegeben, seine persönliche Hit-Parade. In passend rot. Er bleibt für Inspiration junger, heranwachsender Quellen stets offen, bewertet sie als ebenso essenziell wie Lebensweisheiten grauer Eminenzen. Kinder sind frei im Denken, Fühlen, Handeln, frei von vorgegebener, gesellschaftlicher Zwangsläufigkeit. Kein Korsett, kein Knebel hindert sie freimütig auszusprechen, was aus ihrer Sicht schlichte Wahrheit ist. Ein ungetrübter, frischer Geist. Aber auch leicht als dominant, selbstgefällig, respektlos und kalt anzufühlen. Die Kehrseite der Natur. Mitgefühl ist unbekannt. Einzig das Recht des Stärkeren gilt. Roberts eiskalte Welt. In der ein gutgläubiger Biedermann alleine gelassen erfriert. Ein Biedermann, wie Stefan selbst einer ist. Und viele neben ihm. Was Menschen letztlich als höheres Wesen qualifiziert. Sie abhebt, aber auch vom Ursprung und der dort funktionierenden Natürlichkeit, entfernt… Dieser Weg der Zivilisation, der ständig neue Abzweigungen benötigt. Rückkopplung. Verständnis. Verbundenheit… »Wir wollen zu Land ausfahren«(2) zeitlebens eines von Stefans Lieblingsliedern… »wohl über die Fluren weit, aufwärts zu den klaren Gipfeln der Einsamkeit. Lauschen, woher der Sturmwind braust und schauen, was hinter den Bergen haust und wie die Welt so weit und wie die Welt so weit. – Fremde Wasser dort springen, sie soll‘n uns Weiser sein, froh wir wandern und singen Lieder ins Land hinein und brennt unser Feuer an gastlicher Stadt, so sind wir zufrieden und speisen uns satt und die Flammen leuchten darein und die Flammen leuchten darein. – Und steigt aus tiefem Tale heimlich und still die Nacht. Und sind vom Mondenstrahle Gnomen und Elfen erwacht, dämpfet die Stimmen, die Schritte im Wald, so hört ihr und seht ihr manch Zaubergestalt und die wallt mit uns durch die Nacht und die wallt mit uns durch die Nacht. – Es blühet im Walde tief drinnen die blaue Blume fein, die Blume zu gewinnen, zieh‘n wir ins Land hinein. Es rauschen die Flüsse, es murmelt der Bach und wer die blaue Blume find‘n will, der muss ein Wandervogel sein, ein Wandervogel sein.« — Er sucht sie intensiv, die blaue Blume, Gnomen, Elfen, Zaubergestalten, genauso emsig wie er nach Schatzhausers Tannenbaum Ausschau hält… Das Kennzeichen vieler seiner Freunde und Mitstreiter. Dem Zauber der Fantasie zu erliegen. Zu vertrauen. Sich fallen lassen zu können. Auch gänzlich ohne Drogenkonsum…
(1) Als »Wandervogel« bezeichnet sich eine 1896 von Schülern und Studenten inspirierte Welle, die in freier Natur, abseits von Städten, Industrie und Fortschritt, ihren Lebensatem sucht.
(2) Text: Hjalmar Kutzleb 1911 – Melodie: Kurt vonBurkersroda 1912

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