Der todgeweihte Eloyser-Prinz

Zeitgleise – Die urbane Fantasy-Serie aus Deutschland.

»Zeitgleise, ein Fantasy-Drama. Zeitgleise, auf neuen und auf alten Gleisen, in einer vertrauten und doch fremden Zeit« von xento falkenbourg & sohn erzählt von den Zeres, vom AUK der Asen Jahrtausende vor dem Heute und vom Wirken uralter Magie bis rein in die jüngsten Tage. Es erzählt vom Ende der Eiszeit, wie die Welt der Zeres zusammenbricht und wie Düsterwinde und Eiswolken sich in Folge zu Göttern über die Mijnns erheben, aus denen sich die Menschheit Stück um Stück kultiviert. Wie im Zwanzigsten Jahrhundert die Tage immer finsterer werden, bald schon gefühlt gar kein Licht mehr durchdringen will. Aber dann wird der geweissagte Frövjed entsendet und der Überlebenswille und der verbundene Kampfgeist erstarkt von neu. So stark, wie noch niemals angefühlt. Der König der letzten Tage muss nun noch gefunden werden und die Streitmacht der Krieger des Lichts formiert…


Löwenschlange
Teil 1 12,49 €
344 Seiten, ISBN 9783754320631, VLB-TIX, Verlag BoD.de


Der Weltenbund (Teil1), Buch Der Aufbruch

Wenn mit Verlust, Tod und Schmerz
ein neuer Anfang erst möglich wird.

Buchecke - Der Weltenbund

Auszug aus Der Weltenbund.
(Loki) „Nun, vor allem mal die Tatsache, dass wir vorher, wie jetzt immer noch, genau dreizehn Mann sind. Inklusive uns, was jetzt auch nicht viel mehr oder weniger aussagt. Eben nur das, dass wir gerade mit dreizehn Mann eine knapp Tausend-Mann-starke Truppe der besten Krieger Ljossalfheims in den Boden getreten haben. So als wären wir zehnmal größer als sie und hundertmal stärker… Und irgendwie waren wir das auch. Denn schau uns an! Wir haben nicht mal einen Kratzer abgekriegt und sie alle liegen zerfetzt vor unseren Füßen. Inklusive der verborgenen Stadt dahinter, wohin die armen Seelen versuchten zu fliehen… Schließlich war ihnen die Hölle auf den Fersen… Da würdest auch du davonlaufen, wenn die hinter dir her wäre… Leider nur hast du – genau wie ich – auf Seiten der Hölle agiert und nicht auf Seiten der Lebenden… Zu denen wir – bis gerade eben noch – zuzählten…“ – Loki steht in Tränen, bis er diese Worte endlich ausgesprochen bekommt. Und Thantos kann alles verstehen, was er da sagt. Er hat es selbst in sich gefühlt. Wie er zum Tier wurde. Wie alles Ehrenwerte, alles natürlich Fühlende, natürlich Lebendige, von ihm wich und durch irgendetwas Schattenhaftes ersetzt wurde. Irgendetwas, das nicht mal eine Temperatur ausstrahlt. Weder warm noch kalt ist und einen dennoch erfrieren und gleichzeitig vertrocknen lässt, einem den Atem abringt und ihn gleichzeitig in den eines riesenhaften Drachen umwandelt. Der mit einem kurzen Husten eine ganze Häuserfront in Aschehäufchen verwandelt… (Loki) „Ich weiß leider nicht, wohin wir ab jetzt gehören… Wir haben eine Schwelle überschritten, die man niemals überschreiten darf. Ich glaube wir sind verflucht! – Zumindest ich bin es sicher… Ich habe diese Hölle in uns aufgeweckt… Ich bin Hades Erbe, Thantos! – Er war der Höllenfürst! Wir haben uns dem Sohn der Hölle angeschlossen und jetzt sind wir genauso verdammt wie er… Ich bin verdammt! Nur ich! … Euch anderen habe ich nur mit mir gezerrt… In diese grauenvolle Finsternis hineingestoßen. Wo es genauso wenig Tageslicht und natürliche Wärmequellen gibt wie in Hadesthrons düsteren Gassen… Oh Hilfe! Was habe ich getan?!“ – Am Ende zieht er alleine los. Ohne Thantos an seiner Seite. Der ihn sonst überall hinbegleitet. Aber diesen einen Gang muss er alleine gehen. Sich nochmals genau anschauen, wie es endet, wie es aussieht, kippst du die Hölle über die Lebenden aus… Erschöpft, vor sich selbst entblößt, demaskiert, desillusioniert und zutiefst erschüttert; entsetzt darum, welches Schicksal sich da bleiern angefühlt um seine Schultern windet und dann steht er plötzlich einem Engel gegenüber und weiß doch genau, dass der andere Mann genauso wenig ein Engel ist, wie er selbst, Loki, ein Teufel… Aber dennoch will dieses Bild nicht mehr vor seinen Augen weichen. Er weiß genau, der da drüben, der dir gerade gegenübersteht, ist der neue König der Eloyser. Du selbst hast den Jungen auf den Thron gesetzt! – Und jetzt wird er es sein, den du verfolgen musst. Weil du auf seiner Gegenseite stehst… Und während er das alles denkt, spürt er, fühlt er Yalnos Stimme in seinem Ohr, wie sie von diesem jungen Mann schwärmt… Er wäre das Licht dieser Welt. Der Himmel auf Erden geboren, mit zwei Beinen versehen… Er würde den Frieden nach hierher zurücktragen. Und deshalb wollte Loki niemals, dass dieser junge Mann den Thron besteigt. Denn auch er würde scheitern und sterben. Das weiß er, das fühlt er schon in seiner Brust, als Yalno ihm davon erzählt. Er, Loki, konnte fühlen, dass diese Hoffnung auf zwei Beinen in ihrer Welt keine Überlebenschance erhält. Dass er am Ende derjenige sein würde, der der Hoffnung selbst den Kopf abschlägt… Und 35 Jahre später nach diesem ersten Moment der Erkenntnis, bestätigt sich genau dieses düstere Gefühl in seinem Herzen, was er zu diesem Zeitpunkt – hier in Garban-Daar an diesem schwarzen Tag – bereits über 60 Jahre mit sich rumträgt… Nessel war ein Fünfunddreißigjähriges Kind, als Yalno ihm, Loki, das erste Mal von ihm erzählt und er diese blutig-düstere Vision des Schreckens vor sich sieht. Wie seine Hände die Klinge führen, die diesen Kopf von seinem Rumpf abtrennt. Und die Hoffnung auf Asgards weißem Boden damit restgültig ausbluten lässt… Er kann in Nessels gütigen saphirblauen Vakuda-Augen sehen, dass er seine, Lokis, Gedanken lesen kann. Genau die gleichen schrecklichen Bilder vor sich sieht wie Loki in diesem Moment. Nessel ist mit zwölf Mann hergekommen, die letzten Vorräte aus der zerstörten Wolkenstadt zu retten. Die ehemalig nach oben zulaufende Wolkentreppe hat sich größtenteils schon aufgelöst, genauso die Wolkenplattform unterhalb der Mauern und Gebäuden, die jetzt alle verquer, blutig absurd vermengt als Schutthalde vor ihnen liegen. Inmitten von Wolkenfetzen überall nach oben ausgerichtete Speere, Schilde, Klingen, Waffenteile – als wollten sie dir ihre Geschichte erzählen, bevor sie ganz vom Zahn der Zeit zermalmt würden und in Vergessenheit geraten – alles irgendwie bizarr und grotesk dazwischen steckend, verklemmt, abgerutscht. Tote Pferdekörper, zerfetzte Leiber von Kriegern, Sklaven, Gowinnyjen, in Rüstungen wie in bürgerlicher Gewandung, liegen genauso tot und zerfetzt dazwischen. Alles ging zu Bruch, als sie gestern hier ihren letzten Schlag führten. Die letzten lebenden Gegner samt allem, was zu ihnen gehört in die Hölle davonscheuchten… Aus der sie selbst entsendet wurden… Neue Beute für die züngelnden Flammen der Unterwelt zu beschaffen… Nun, das taten sie erfolgreich! Und jagten noch zahlreiche Unschuldige hinterher. Genauso Tiere. All dieses abgeschlachtete Vieh! Sie töten nie die Tiere der Gegner. Warum sollten sie? Sie selbst leiden Hunger und Durst, benötigen Kleidung, neue Waffen und weiteres Ausrüstungsmaterial. Warum sollten sie solcherart Vorräte so sinnlos zerstören? Wie sie es gestern taten, als die Hölle selbst in ihnen brannte und loderte und um sich schlug, wie nur ein entfesseltes Monster es kann.

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Ein neuer Stern erstrahlt am Firmament.
Erzählt von Hoffnung und Zuversicht.

Zeitgeise-1.3.2-Simplizismus-xfw1.Auflage-B-LP


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2 Kommentare

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