Der Graue Pakt

Zeitgleise Auf neuen und auf alten Gleisen, in einer vertrauten und doch fremden Zeit
aus der kreativwerkstatt
xento falkenbourg & sohn fürth xfwerk

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Buchecke - Seelenverwandte

Auszug aus Seelenverwandte. Der Sarge wurde 1603 als Arn Larken im südlichen Schweden geboren. Im Dreißigjährigen Krieg dient er als Sergeant unter Gustav Adolf dem Zweiten. 1632 wird er vom Winterquartier in Mainz unter Befehl eines sächsischen Offiziers mit einer kleinen Truppe Spione nach Baden-Baden entsendet. Getarnt als Söldner. Um die Echtheit ihrer Tarnung zu stützen, nehmen sie eine der Huren aus dem Winterquartier mit. Auf dem Weg nach Süden werden sie von einem kampfwütenden Charyque angegriffen und bis auf wenige eliminiert. Seine Gefangenen verschleppt er im Auftrag des Grafen vanGeußen nach Rastatt in ein als Gasthof getarntes Geheimversteck. – Die dortige Geheimkammer wurde rein für private Forschung errichtet. Forschung, die nichts mit Kriegsgebaren zu tun hat, sich weder mit Religionskonflikten beschäftigt noch politisch ambitioniert ist. Nein. Hier geht es rein darum Opfermaterial für eigennützige Zwecke unsichtbar verschwinden zu lassen. Für Interessen, die besser im Verborgenen bleiben vor der tiefverwurzelten Frömmigkeit jener Zeit. Die geltenden klerikalen Gesetze forderten das Todesurteil dafür ein. Und deshalb sorgt man dafür, dass die Opfer – die vermeintlichen Toten von morgen – keiner so schnell vermisst oder gar nach ihnen sucht… Aus Sargent Arn Larken wird schnell „der Sargent“ und später salopp gesprochen „der Sarge“. Aus der Hure, die ebenfalls überlebt, Miss Jolina SaintClure aus Wales. Als sie 1632 stirbt, ist sie achtzehn Jahre jung und heißt noch gänzlich anders. Als ursprünglich ehrbare Tochter eines Waliser Händlers wird aus ihr durch widrige Umstände des Lebens schon früh eine zünftige, weniger ehrbare Fassung der Soldatenbraut, die sich den Truppen des Schweden Gustav Adolf anschließt. Aber das will heute keiner mehr so genau wissen, am wenigsten sie selbst. Aus der ehemaligen Hure wurde zwischenzeitlich eine würdige und stolze Anführerin und der Sarge ist einer ihrer treuesten Gefährten überhaupt. – Da im Laufe der Jahrhunderte die Menschen in diesem Alter immer jünger aussehen, passt sie ihr entsprechend aktuelles Alter passgerecht an. Im Jahr 1970 zählt sie laut gültigen Reisedokumenten als Dreiundzwanzigjährige gebürtige Waliserin, sesshaft in Cornwall, im äußeren Südwesten der britischen Inseln… Dort ebenso wie sie ansässig: Der Sarge und zahlreiche andere. Von hier schwärmen sie aus. Über ganz Europa. Räumen auf, was es halt aufzuräumen gibt. Haufenweise Trümmerfelder, von Gowinnyjen angerichtet, die ihre Art umsorgen muss. Menschen bewerten dieser Art Schlachtfelder und Totengruften zumeist als Unfälle und/oder Naturkatastrophen, finden stets neue Begründung dafür, warum die Tatsache des Todes unvermeidbar war. Verstünden sie doch mal eben richtig, wären sie jedoch kaum in der Lage gegen solche übermächtigen Gegner, wie die Gowinnyjen, zu bestehen. Somit ist es zumeist nur gut, dass sie dafür blind bleiben, Magie zu bemerken. – Ihre Art interpretiert dagegen korrekt und greift beherzt ein. Sorglos nicht nur deshalb, weil sie schon tot sind und man Tote nicht mehr gar so leicht umbringen kann. Nein. Es gibt noch zahlreiche andere Gründe, weshalb sie, die Sulfier, glauben dafür genau die Richtigen zu sein. Sie nehmen ihn bitter ernst: Ihren Auftrag im neuen Leben. Leisten einen Eid darauf ab: Ihre Aufgabe ist es, bei Schauplätzen von mutmaßlichen Gräueltaten durch Gowinnyjen an Menschen, die Schuldigen zu suchen. Zugrundeliegende Fakten aufzuklären, Motive offenzulegen und die Täter konsequentzu bestrafen. Gegebenenfalls auch dafür hinzurichten, dass sie sich über den schwachen Menschen als Gottgleiche erhoben. Selbstherrlich, blasphemisch über Leben und Tod entschieden… Aus Sicht der lebenden Toten in der Welt gesprochen.


SaintClure-Abbey in Cornwall


Auszug aus Seelenverwandte. In Cornwall, im äußersten Südwesten der britischen Insel, nahe der Küste Lankidden Coves, der Ortschaft Ponsongath zugehörig, liegt ihr Hauptquartier. SaintClure-Abbeynennt es sich offiziell. Ein Abbey für ursprünglich gesehen. NonnenundMönche gibt es hier schon lange nicht mehr. Das verlassene und baufällige Kloster lag seiner Tage perfekt für ihre Ansprüche gesehen. Seit 1645 residieren sie hier. Zumindest doch einige von ihnen. Ihr kleiner Klub der Untoten. Die Sulfier genannten. Anfangs mit nur wenigen Mitgliedern ausgestattet, die sich im Laufe der Jahrhunderte mehren… Weit abgeschottet von anderen Herrensitzen, kleinen Dörfern, Tourismus und sonstigerlei Nutzbetrieben. Sie gelten allgemein als merkwürdige, seltsame Gesellen, die sicher dem verarmten Adel aus ursprünglich London zuzuordnen sind… Verarmt nicht wegen ihrer Behausung, die durchweg elitär und sogar äußerst mondän im edlen Flair erstrahlt und gut verborgen hinter hohen Mauern thront, abgeschirmt durch Parkwächter und einer Zugbrücke. In diesem Fall nur ein ziemlich eindrucksvoll wirkendes eisernes Tor mit langer geschwungener Auffahrt, die einen Einblick auf das Klostergebäude selbst verbirgt. Seit neuestem elektronisch vom Abbey aus bedienbar… Natürlich von jedem seiner Bewohner auch ohne externe Hilfsmittel passierbar. Aber das darf kein Mensch außenrum mitkriegen. Weshalb für gewöhnlich der menschgerechte Türdrücker genutzt wird. – Für vermeintlich verarmt hält man sie, weil unterdessen so viele von ihnen seit Jahrhunderten schon an einem einzigen Ort zusammengepfercht leben und keine äußerlich erkennbare Gesellschaft zu anderen ihres Standes pflegen. – Wobei sie doch genau das fleißig tun!

Beiträge::
Die aufrechte Burg
Gasthaus Canis Falkenstein
Düstere Entdeckung
Die Struktur der Sulfier
Der Duft des Todes
Keine Gemeinschaft für einen Jungen
Helheim, die vielschichtige Anderswelt
Beiträge – Kommentare – Auszüge
Hintergrund::
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Ein neuer Stern erstrahlt am Firmament.
Erzählt von Hoffnung und Zuversicht.

Zeitgeise-1.3.2-Simplizismus-xfw1.Auflage-B-LP


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