Der Duft des Todes

Auszug aus Band 1.3 Seelenverwandte. Wie ein ganzes Antiquariat mit all seinen wunderbaren angestaubten alten Büchern. Die schon von so vielen verschiedenen Händen berührt wurden. Die Seiten durchgeblättert, sanft gestreichelt, manchmal auch nur eilig überflogen. Um den Text im Blick zu behalten, fuhr der Zeigefinger Zeile um Zeile sorgsam ab. Und die klugen alten Augen zu dem Zeigefinger rückten manchmal näher, um besser erkennen zu können und hinterließen einen Hauch von Essenskultur mitten dazwischen zurück. Kaffee, aromatischer Tee, verschiedenste Alkoholsorten und genauso Knoblauch, Zwiebeln und Kohlgeruch. Es gibt so viele herzhafte Dinge in der Welt, die da noch heute drin festbappen und dir soviel über die Lesefreunde der Vergangenheit erzählen können. Dann noch die vielen haftengebliebenen Hautschuppen von diesen streichelnden Zeigefingern, die alleine schon ein wunderbar delikates Aroma ausströmen…. Dieser Geruch um altes Wissen, alte Kulturen, alte Geschichten. Leidenschaften aus ferner Zeit…. Das liebte er, Phönix, schon immer über alles!- Und Rom, diese ehrwürdige Mutter aller Städte, war so erfüllt davon, wie es zauberhafter nicht geht.– Auch der Geruch Venedigs lag schwülstig süß und lecker in seiner Nase, Mailand, Florenz. Mit alter Geschichte durchwoben, wie glamouröser nicht denkbar.– Aber diese Mystik jetzt hier. Die toppt alles davon!– Hier muss nochmals was ganz anderes verborgen liegen. Hier muss Kleopatra selbst anwesend sein oder vielmehr noch Zeus, der Göttervater?!- Mit seinem gesamten Olymp, dem alten mystifizierten Götterhügel und auch noch das versunkene Atlantis mit obendrauf??!- Und Frey, der so mutige, unerschrockene Däne hat unglaublich Angst!- So massive Angst um einen, den er richtig gerne mag, dass es auch Foxy, dem Jungen in seinem Schatten, fast das Herz mit in Stücke zerreißt. Denn auch Phönix spürt, dass sie zu spät dran sind. Dass er, um den es geht, bereits abgelegt hat. Zu seiner Reise über die stillen, unergründlich weiten, stürmischen Ozeane hinweg. Dass es längstens zu spät ist, sein Ruderboot nochmals am Kai zu vertauen…. Er schon kurz vor der offenen See angelangt ist. Den Hafen und die Bucht des Lebens verlassend. Davongleitend ins Nirgendwohin. Nur minimal Abstand noch zum offenen Meer hinaus, dessen Wellen bereits nach ihm greifen. Die Strudel ihre Arme um die alten Schiffsplanken gewunden. Diese wirklich uralten Planken, aus denen dieses kleine Ruderboot einst vor langer Zeit angefertigt wurde.– Im Anbeginn der Menschenzeit vor vielen Jahrtausenden. Nun für den Seelen-Rücktransport weit übers Meer heute noch dienlich…. Die Lebenden ins Reich der Toten zu überführen.– Das Reich der tiefen Schatten, wohin du deinen Körper begleitest. Bei ihm bleibst. Und keine Fassung Leben nochmals nachgereicht kriegst. Keine Version, in der du dich nebendran sitzend neu manifestieren darfst.– Dieser Jenige, der da eben davon rudert, der hatte Bedeutung. Zentrale Bedeutung.– Frey erzählt ihm auf ihrem Fußweg von Brüssel soviel. Von ihrer alten Welt. Wie sie alle heißen. Wen er davon besonders mag und wen nicht so sehr, weil der Macken hat. Total festgefahren und uneinsichtig ist oder das Gegenteil: Ewig aufmüpfig.– Und wiederum andere mag er, weil sie genau das sind: Rebellisch.– Manche politisch gesehen. Andere wiederum nur rein menschlich betrachtet. Wie dieser Chevalier. Der nach rund 2000 Jahren noch immer den Mensch als Solches über alles verehrt. Und mag er noch so fehlbar sein. So engstirnig, so egoman. So selbstverliebt, so überheblich. So wohnt doch genauso auch Liebe, Verständnis, Barmherzigkeit gleich hinter der nächsten Tür. Fürsorgebereitschaft. Verantwortung. Treue. Loyalität.– Sie alle ebenfalls Begleiter des menschlichen Daseins auf Erden. Und deshalb hat dieser Mensch – als Solches gesehen – einen jeden neuen Tag, der sich ihm bietet, auch wahrlich verdient…!!- Menschen wie Chevalier hören niemals auf daran felsenfest zu glauben; ein Gottvertrauen in diese reine schlichte Tatsache zu legen.

©xento-falkenbourg (xfwerk)
ab 18 / je Teilband (Buchdruck 13,5×21,5) ca. 340-450 Seiten
angenehm lesbares Schriftbild (vorlesbar über Reader-Funktion)
Buch und/oder eBook bei BoDTwentysixAmazonThaliaNextory
eBook und PDF (downloadlink), Buchlayout (2seitig)/Medienlayout (1seitig)
bei uns https://falkenbourg.de/shop/ 
Kontakt: xento@falkenbourg.de  (xfwerk, fürth)

2 Kommentare

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.