Das Ende einer Ära

Zeitgleise Auf neuen und auf alten Gleisen, in einer vertrauten und doch fremden Zeit

Buch+Ebook Sterne - Der Weltenbund 1
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Zeitgleise-1.5.1-Symphonien-in-blau-xfw1.Auflage-B-LP

Teil1+2 - Der Weltenbund

Auszug aus Der Weltenbund. (Lord Waradin ungläubig) „Du kennst meinen neuen Namen noch gar nicht? Loki, jetzt bin ich aber enttäuscht von dir! Sie behaupten doch allesamt, dass sich vor dir nichts und niemand verbergen könnte?! Wie kannst du das dann nicht wissen?“ – Loki steht vor dem neu gekürten Anführer der freien Tephériie Midgards. Denn eine andere Welt gibt es nicht, die sie anerkennen würden, so Waradins Worte dazu. Ljossalfheim hat aufgehört zu existieren. Die Welt, die Tephériie als Mitbürger zumindest nicht ganz ausschloss. Wenn sie sie auch nur am Rande erwähnen wollte, so schloss sie sie zumindest nicht gleich aus. Wie Svartalfheim es seit jeher konsequent tut. Und ja, Waradin oder auch neuerdings Lord Waradin hat Recht. Die Welt der Freiheit für Zeresgeborene, die sich aus Politik und Machtdebakel ausklinken wollen, hat sich in Luft aufgelöst. Denn der große Mann am Goldenen Thron ist gefallen. Durch seine Hand. Kein anderer wäre wohl so leicht in der Lage gewesen gleichsam eine ganze Welt mit diesem Scharfrichterstreich zu vernichten. Nur er war es und er tat es. Weil Nessel es so von ihm einforderte. Weil Nessel ihm keine Wahl ließ. Ihn daran hinderte eine Alternative, einen Ausweg zu finden. Wie er es schon seit so vielen Jahren tut. Ständig aufs Neue. Aber Nessel wollte es nun restlos beenden. Nicht länger auf den Tod und das Ende warten müssen. Es einfach und schlicht zu Ende führen. Die große Welt der Vakuda. Ein Werk, das besonders auf diesem Planet Asgard – Erde – wie immer man den Mutterboden unter sich auch bezeichnen mag, eben für diesen unglaublich lange Zeit Frieden einbrachte. Aber der ist nun rum. Vorbei und ausgestanden. Denn das Kriegervolk, die Hævoqs, die die Vakuda im Anfang nach hier mitbrachten, hatte sich gegen sie gewandt. Sie im großen Kampf vernichtend geschlagen. Ihre letzte Residenz am Ende ausbluten lassen und dessen Kopf gefordert, der diese Welt garantierte. Und er, Loki, war sein Mörder. Sein Richter und Henker. Musste es sein, es gab keinen anderen Weg. Und damit endet für Loki auch die Welt Svartalfheims. Die er nun nur noch als Abklatsch eines netten Versuchs definiert, ein Versuch etwas großes zu errichten. Aber dafür ist sein Volk, das der Hævoqs, einfach nicht geschaffen. Sie, die Hævoqs, sind Vernichter von Welten und nicht deren Erschaffer. nicht, wenn sie weiterhin sich noch immer nur als Krieger definieren. Egal wie ausgeklügelt ihre Herrschaftsform auch sein mag. Keiner in dieser Welt der schwarzen Stadt Hadesthron ist geschaffen, Leben zu garantieren. Zukunft zu gewähren. Zu begreifen, was nötig ist zu tun. Selbst den Tod des letzten großen Mannes ihrer Zeit beschmutzten sie unehrenhaft. Wie jämmerlich, wie erbärmlich sie doch sind. Nein! Jetzt ist Schluss! Aus ! Vorbei! Das Leben verdient eine neue Chance zu existieren. Und wenn die anderen sich nicht in der Lage sehen ihr eine zu gewähren, dann muss er das eben genauso selbst in die Hand nehmen. So wie er das eigentlich schon seit vielen Jahren plant. Für den Fall der Fälle, dass nichts mehr weiter vorwärts geht. Nur alles rückläufig bleibt… Sein Gefühl seit unzählig vielen Jahren. Noch lange vor der Zeit Breegaws, der ihn für damals mit seiner Besonderheit, seinem augenscheinlichen Glanz überzeugen konnte, dass es noch immer ein Morgen gibt, dass die Sonne auch nach der düstersten Nacht wieder aufgehen wird… Ja! Im Anfang kämpfte er rein für ihn. Diesen großartigen Mann, diesen Eloyser-König am hohen Stuhl. Und dann folgte im Nessel nach – nicht direkt und dazwischen passierten grausame Dinge – aber irgendwann war dieser wundersame junge Mann der Herrscher am Thron und Loki erkennt in ihm die große Wiedergeburt einer sterbenden Zeit und Nessel kann ihn nie davon überzeugen, dass es kein Aufleben mehr geben wird. Das er, Nessel, das Ende einleiten wird und nicht den Neubeginn… Aber Loki glaubt ihm nicht. Überredet ihn ein ums andere Mal es nochmals zu probieren, diese Chance, diese augenscheinlich existierende Tür nach vorne zu suchen. Aber Nessel entscheidet anders. Legt die Zukunft vertrauensvoll in seine, Lokis Hand. Er, ein Hævoq, eine geborener Vernichter der Zeit soll nun wundersam zum Erschaffer werden? Dieses Licht, dieses augenscheinlich Großartige in sich tragen, dass er selbst in Breegaw und seinem Sohn Nessel erkennt, aber doch niemals in sich selbst?! Wie denn auch? Wie könnte er? Und doch plant er das bereits seit Jahrhunderten. Schon als Kind träumte er von seinem Eispalast in Shijkuaijkarr. Hinter dem großen Wallhka gelegen mit Pforten in die ganze freie Welt. Denn er, Loki, ist schon lange deren Hüter. Er, Loki, wurde von Hades bei dessen Tod zu seinem Erbe erklärt. Und schon zuvor lernt er Mutter Erde persönlich kennen. Sie spricht mit ihm und ihre Kinder nennen ihn, Loki, ihren Freund. Sein ganz besonders enger Freund aus dieser Familie ist Gevatter Tod. Der doch eigentlich finster und böse sein müsste, so laut seiner Aufgabe im Leben?! Aber nein! Er ist ein ironischer Tunichtgut, sobald er seinen Job mal beiseite schieben kann. Und da seine Schwester Zeit in solchen Fällen Unterstützung leistet, erleben sie in Gemeinschaft so manch interessanten Tag, der als Zeiteinheit gar nicht existiert. Niemals stattfand, aber er, Loki, behält diese nicht existenten Momente dennoch in bester Erinnerung… Ja! Sein Leben gestaltet sich immer mehr in einen Abenteuerlauf, der so einiges besonderes anzubieten hat. Aber ein Trost in schwerer Zeit stellt es dennoch nicht. Auch er Loki ist kaum in der Lage mit Trauer und Schmerz umzugehen. Zu ertragen, dass ausgerechnet sein guter Freund aus der erdzeitlichen Ursprungsbesatzung ihm seine große Liebe aus den Armen raubte. Noch bevor diese Liebe überhaupt Fuß fassen konnte… Und er, er Loki, der Unglücksrabe, war dazu verdammt es selbsttätig zu tun. Den zu köpfen, den er liebt.

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