Apokalyptische Krieger, kalt und tot

Wie Sterne (1.2.1)-Sofienpavillon 1, BB (xfwerk-2.Auflage)-C-M1-Internet-0720

Auszug aus Band 1.2 Sofienpavillon 1, BB. Ein Höllengruß an ihn, Mathias, den Sohn des Verräters damit überbracht. Die Stimme des dunklen Mannes noch in Mathias Ohren verbunden mit munteren Jazzklängen verschwimmt das Bild des verblutenden Vaters vor seinen Augen, der Schatten seines Mörders bis zuletzt sichtbar darüber. Aus bunter Lebendigkeit entzieht sich jedwede freundliche Farbe, nackter kalter Stein, Metallenes durchbricht immer markanter die verblassenden Umrisse von herbstwaldiger Alpenkulisse. Der lang gezogene Kampfschrei einer mächtigen Kriegerin immer erkennbarer, während der Bariton von Thantos Stimme noch immer nachklingt, Metall auf Metall Schläge, Kriegergeheule, ächzen, stöhnen, keuchen, kraftvolle Wucht, die gegeneinanderprallt…. Genauso hart ausgeteilt wie pariert…. Mos Eisley und Glenn Miller noch immer musikalisch begleitend, wird das Bild immer klarer. Es ist früher Vormittag, der Himmel nun aber genauso kalt und grau wie die gesamte Szene…. Eine apokalyptische Kriegerin der Nexuu – dass sie das ist, weiß Mathias einfach – gut als Gegner Captain James T. Kirks bei dessen Reise in der Enterprise durchs Weltall vorstellbar, wobei seine dargestellten Feinde dagegen eher zahm, unkritisch, rein-irden-normal rüberkommen, im Kampf gegen einen ebenbürtigen ebenso riesenhaften Gegner in futuristischer Grundausstattung – gleichsam ein Nexom – dominieren die Vision der frühen Morgenstunde. Er sieht den Konflikt mit Rüstungen und Waffen in hellschimmernd silber-blau-grün-schwarz glänzend, schwer wie eine Ritterrüstung wirkend und dennoch lassen sie die beiden behände und beschwingt ihren rasanten Kampf mit verschiedensten Waffen ausführen, die sie sich teilweise aus der metallenen Gewandung abklemmen. Es wirkt, als nehme ein lebender Panzer sein eigenes Zielfernrohr zur Hand, um seinem Gegner den Schädel zu zertrümmern, während der andere Panzer eine Rolle rückwärts vollzieht oder behände zur Seite ausweicht um seinerseits mit gleichwertiger Stange am Ende mit einer riesenhaften Stachelkugel zurückzuschlagen. Dann verformt sich das Zielfernrohr plötzlich in eine flache spitze Klinge, diese behände und gänzlich verändert geschwungen, während die Stachelkugel sich in ein Riesenbeil umformt und erneut gekonnt abblockt. Das alles wirkt wie durch Knopfdruck ausgeführt. Der Mann weicht der Frau ein ums andere Mal geschickt aus und kann ihre mutierte Waffe immer geschickt mit ähnlich abgewandelter Technik parieren. Im Hintergrund sieht man überall metallisch wirkende kalte Gegenstände aus dem steinklaffenden grauen Boden ragen. Dinge, die sich bei Berührung gleichsam in Waffentechnik umformen, noch zuvor an seltsam votierte moderne Kunst oder auch einen Schrottplatz erinnerten. Es wirkt künstlich, tot, als wäre nichts lebendiges, atmendes in diesem Schaubild vorhanden. Nur, dass der Mann immer deutlicher rot blutet, seinen linken Arm als erstes einbüßt, dann sein rechtes Bein. Dennoch kämpft er geschickt weiter, bis sie ihm zu guter Letzt den Schädel spaltet. Die furchteinflößende Frau geht dabei als kaltblütige grimmige Siegerin hervor. Im Hintergrund die alles überschattenden Klänge der Cantina-Music durchwoben mit Glenn-Millers genauso munterem Swing….. Auch ohne Kräuter mit drogener Wirkung könnte man da Albträume bekommen. Die Bilder fließen weiter…. Die Sonne dürfte bei 10Uhr stehen bei strahlend blauem Himmel, als sich die ersten Bilder von Scharen wunderschöner Blondköpfe mit eisblauen Augen vor Mathias gequälten Augen manifestieren, ihm aufzeigen, wie Stück für Stück bekannte Städte zertrümmert werden, während die Sonne weiter kreist…. Das Gesicht eines wunderschönen hellblonden Mannes mit irre wirkenden, eiskalten blauen Augen, ist immer das erste, was klar erkennbar wird bei Szenenwechsel, so nah angezeigt, dass man glaubt, er beuge sich über einen und verwische damit die verblassenden Farben sterbender, Blut überzogener, um Hilfe flehender Menschen, umgeben von in Flammen stehender, verwüsteter, zerstörter Kultur – Jahrtausende Menschenbestreben mit einem Fingerschnippen in nichts als Chaos aufgelöst, von wunderschön anmutender Zaubergestalt gleich einer unbedeutenden Sandburg von Händen und Füßen zermalmt, zuletzt in Brand gesteckt…– Gegen 10Uhr reißen die Bloonies rein mittels Muskelkraft den Kölner-Dom in Stücke. Er sieht Stücke der Außenmauer runterbrechen, während die Bloonies wie Ameisen an ihm hochklettern und unterwegs schon Stücke aus ihm rausreißen, bis die Statik an erster Stelle den rechten Seitenflügel in sich zusammenstürzen lässt. Die Bloonies, die dabei begraben werden, stehen einfach so wieder auf, als habe jemand nur ein bloßes Kartenhaus über ihrem Kopf einstürzen lassen. Betroffene Menschen aber, genauso Marktstände, umliegende Häuser, Fahrzeuge, zerquetscht es, wie von Donnergewalt niedergestreckt. Die Bloonies werfen amüsiert riesenhafte Domteile um sich. Wie Kinder Schnellbälle auf andere abwerfen. Nur das schabernackige Lachkonzert hernach bleibt aus, dabei ist das Jammerkonzert auf der Gegenseite umso massiver, das ganze Prozedere munter durchwoben von jazzigem Sound….. Sie setzen alles um sich herum in Brand, in dem sie Feuerballen aus der holen, leeren Hand werfen und mit Waffen aus reinem Eis die Menschen auf ihrem Weg abschlachten…. Schreiende, sterbende, um Hilfe flehende Menschen in ihrer Todesnot…. Kinder darunter, genauso wie ältere Personen, die schon aufgrund ihrer Handicaps gestraft genug sein sollten…. Immer wieder Bilder von hoffnungslos kämpfenden Polizeieinheiten, Armeekampftruppen, das Neue Heer genauso auszumachen wie die Alliiertenarmeen im Land. Autos fliegen durch die Luft. Straßen brechen in ihrer Mitte entzwei und reißen Gebäude auf beiden Seiten mit in den Höllenschlund, der vor den fiebernden Augen Mathias als glühender Lavastrom und genauso als implodierender Vulkan auszumachen ist….

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