Alltag – Heute

Auszug aus Band 1.2 Sofienpavillon 1, BB. Sharif stellt momentan die Lösung jeglicher Probleme. Jedenfalls schafft er es unschuldig am Pferderücken sitzend die Begleittruppe von Sam abzulenken und zeitgleich via Ohrstecker sich bei ihm zu erkundigen, was eigentlich mit ihm los ist und wie man ihm weiterhelfen kann?!- Die Lösung sieht Sharif in einem Ohrknopf-Anruf bei Mike Meyer im Park. Der sich – laut Sharifs Anweisung – in den nächst besten Kombi reinschwingen soll und Moni vom Kratzbaum abholen, da sie jetzt Sams Frau ist und dort nichts mehr verloren hat. Aber das weiß sie eventuell noch nicht und deshalb ist es ja so eilig. Sam fand keine Gelegenheit sie darüber aufzuklären…— Mike staunt nicht schlecht. Von Sharif ausgerechnet!- Eigentlich klingt das, was da durchklingt, mehr nach einer Untat Sharifs, die irgendwer wieder geradezubiegen sucht und nicht nach Sam!- Den Mike persönlich als die große Unschuld einstuft. Keiner, aber wirklich gar keiner, der die Naivität eines Mädels für sich ausnutzen würde!- Sam doch nicht!-… Also bitte, was kann ihn dazu bewogen haben eine Ehe zu beschließen und hernach zu flüchten??!- Sex?- Sam??!- Irgendwie auch schon ein Gedanke, der ihn nicht recht überzeugen will. Nicht, dass er ihn für asexuell einstufen wollte. Bestimmt nicht. Alt genug ist er auch, 29, also daran liegt’s nicht. Nur einfach daran, dass der Unschuldsknabe ganz sicher noch Jungfrau ist und bis heute nicht weiß, was er in diesem Punkt eigentlich will. Das weiß er als sein bester und engster Freund – neben Stefan – aber sicher ganz genau…. Mit diesen Gedanken im Kopf ist Mike schon längst auf der Schwarzwaldhochstraße Richtung Kinzelsau wo der Schäkelwirt in einem Seitental seinen Kratzbaum unterhält. Richtig einsam gelegen und deshalb auch so luxuriös ausgestattet, was Tierunterbringungen betrifft. Da tun sich andere Wirte schwerer, die neuesten Anforderungen zu erfüllen, wenn sie einen Traditionsgasthof führen…. Früher waren diese Riesentruppen von heute im Schwarzwald noch nicht üblich. Da kamen Minigruppen und Familien an und die waren zumeist nur zu Fuß unterwegs oder im Wagen. Ein Parkplatz in der Nähe reichte vollends aus. Und heute?- Da kommen 30-40 Biker auf einmal angeschoppert und deren Edelmaschinen benötigen fast soviel Raum wie je ein kleiner Pkw. Also bring mal so leicht 30-40 dieser Art irgendwo unter?– Darum geht denen dieser großartige Zuverdienst meist verloren. Sie kriegen also mehr die Schattenseiten der Gesellschaft ab, fördern durch ihre Öffnungszeiten Drogengeschäfte, Medikamentenschmuggel, Waffen- und Menschenhandel, während die abseits liegenden Höfe die Prügelknaben abbekommen, aber damit auch die verschwendungssüchtigen und bezogen auf die bärigen Biker, auch die mit einem Gewissen. Die dir also hinterher ein paar Jungs vorbeischicken, dir beim Wiederherrichten deines Hofs zur Hand zu gehen und dabei auch Entschädigung zahlen. Offene Rechnungen bleiben damit nicht lange offen…. Somit mag man die Demon Riders sogar sehr, auch wenn man um ihre Wildheit und Streitsucht bangt. Aber ihre Motive dahinter werden immer ehrenwerter, wollte man meinen. Umso mehr die Kartelle im Untergrund die Welt aushöhlen, einfache Leute dazu nötigen ihre Kinder von der Schulbank zu reißen und abzutauchen, umso mehr stellen sich solcherart verwilderte Gangs auf die Seite der Gerechtigkeit. Beschützen damit die, welche sich nicht selbst schützen können. So unglaublich, wie es klingt.– Die Welt verändert sich wirklich. Zusehends.

©xento-falkenbourg (xfwerk) – Jugendliche ab 16 / Erwachsene, je Teilband ca. 240-300 Seiten
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